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Windows 8 bringt neues Dateisystem ReFS

Mit Windows 8 startet Microsoft ein neues Dateisystem. Das "Resilient File System" baut auf NTFS auf und soll daher kompatibel zu vielen, entsprechenden Speicherprodukten sein. Eine der neuen Funktionen ist eine automatische Prüfung und Korrektur von Daten.

17.01.2012, 16:31 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Mit Windows 8 führt Microsoft verschiedene Neuerungen ein, die nach und nach im "Building Windows 8" Blog vorgestellt werden. Der jüngste Blog-Beitrag befasst sich mit ReFS, einem neuen Dateisystem, das mit dem kommenden Windows seinen Einstand feiern wird.

Neue Funktionen

ReFS steht für Resilient File System – zu deutsch belastbar oder unverwüstlich – und baut auf dem aktuell genutzten NTFS auf. Mit hinübergerettet hat der Software-Konzern zum Beispiel die BitLocker-Verschlüsselung, dafür aber andere Funktionen mit schlechtem Kosten-Nutzen-Verhältnis gestrichen. Laut Microsoft soll das neue System in vielen Punkten zum Vorgänger kompatibel sein, gleichzeitig aber auch neue Funktionen einführen. Eins der Hauptziele von ReFS ist eine automatische Prüfung und Korrektur von Daten. Außerdem soll im Problemfall der betreffende Fehler isoliert werden können, um weiterhin Zugriff auf so viele Daten wie möglich zu gewähren. Viele der neuen Features gehen mit der Funktion Storage Spaces einher, die unter anderem die Integrität von Metadaten mittels Prüfsummen sicherstellt sowie große Verzeichnisse, Dateien und Laufwerke unterstützt. Das theoretische Limit der Speicherkapazität liegt bei 4 Petabyte, was rund 4.000 Terabyte entspricht. Durch Festplattenpflege soll zudem üblicherweise auftretenden Plattenfehlern vorgebeugt werden.

Die Redmonder weisen in ihrem Weblog explizit darauf hin, dass das das Dateisystem nicht als Beta-Feature anzusehen ist. Sobald Windows 8 den Beta-Status verlässt, soll ReFS nach zehntausenden von Tests für den Einsatz gewappnet sein. Dennoch rät Microsoft aufgrund der Tatsache, dass es die erste Version eines neuen Systems sein wird, zur Vorsicht. Für Endkunden wird ReFS zunächst nicht verfügbar sein: Zum Release von Windows 8, der im Herbst erwartet wird, will Microsoft ReFS ausschließlich in den Server-Version des neuen Betriebssystems unterbringen. Anschließend soll es in die Speicher der Clients einziehen und erst danach boot-fähig sein.

(Saskia Brintrup)

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