Microsoft will zurückrudern

Windows 10: Microsoft will Updates weniger aggressiv verteilen

Microsofts Vorgehensweise zum kostenlosen Upgrade auf Windows 10 hatte erneut heftige Kritik geerntet: Ein einfaches Wegklicken des Info-Fensters hatten die Redmonder als Zustimmung zur Aktualisierung betrachtet. Der US-Konzern versprach nun Besserung.

Marcel Petritz, 31.05.2016, 12:53 Uhr
Windows 10 Startmenü© Microsoft Corporation

Redmond - Microsoft hat sich mit seiner Update-Politik für Windows 10 bisher nicht viele Freunde gemacht. Zu vehement verweist das Unternehmen auf eine Aktualisierung von Windows. Vorläufiger Höhepunkt war das ungefragte Herunterladen von Windows-10-Installationsdateien im Hintergrund. Wie die BBC nun mitteilt, will der Konzern aus Redmond zukünftig weniger aggressiv vorgehen.

Fragliches Vorgehen von Microsoft

Auslöser für den Sinneswandel war erneut heftige Kritik an Microsofts Vorgehen: So hat in letzter Zeit ein Pop-up-Fenster auf das Upgrade auf Windows 10 hingewiesen - der Haken: Ein Wegklicken der Benachrichtigung hat Microsoft als Zustimmung zum Update gewertet. Brad Chacos, Redakteur bei "PC World", bezeichnet Microsofts Taktik im Gespräch mit der BBC als "üblen Trick". "Es sollte zumindest eine groß dargestellte Auswahlmöglichkeiten geben, die Nutzer das Upgrade ablehnen lässt", äußerte sich Chacos der BBC gegenüber. Laut Chacos ist ein einfacher Button mit der Aufschrift "Nein, ich möchte das nicht" das Mindeste, was Microsoft liefern sollte.

Nach Angaben der BBC haben die Redmonder nach der Kritik ihre Vorgehensweise überdacht: Das neue Pop-up-Fenster soll Windows-Nutzern eine weitere Möglichkeit zum Abbrechen oder einer späteren Installation anbieten.

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