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WiMAX: Mehr Anträge als zuteilbare Frequenzen

Es gibt einen ersten Zwischenstand zum WiMAX-Freuenzvergabeverfahren der Bundesnetzagentur. Einige Regionen sind dabei offensichtlich sehr gefragt.

08.03.2006, 13:29 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Es gibt einen ersten Zwischenstand zum WiMAX-Freuenzvergabeverfahren der Bundesnetzagentur (BNetzA). Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, sind rund 900 Anträge auf Frequenzzuteilung für Broadband Wireless Access-Anwendungen bis zum 28. Februar eingegangen. Die für WiMAX verwendeten Frequenzen im Bereich von 3400 bis 3600 MHz können für breitbandige drahtlose Verteilsysteme, wie beispielsweise für den funkgestützten Breitband-Internetzugang genutzt werden.
Verschiedene Breitbandanwendungen
Beantragt wurden Frequenzzuteilungen für Versorgungsbereiche, die zum Beispiel das gesamte Bundesgebiet, einzelne Bundesländer oder nur Teile davon abdecken. Aber auch für regionale Versorgungsbereiche wie Städte, Gemeinden und Landkreise seien sehr viele Anträge eingegangen. Die Antragsteller, die aus den verschiedensten Bereichen des Telekommunikationsmarkts sowie aus den Bereichen Medien, Verlagswesen, Rundfunk und Infrastrukturdienstleister kommen, möchten laut BNetzA unterschiedliche Geschäftsmodelle realisieren.
Manche Regionen sehr gefragt
Nach einer ersten Sichtung der Anträge zeichne sich jedoch bereits ab, dass in sehr großen Teilen der Bundesrepublik wohl mehr Frequenzen beantragt wurden als aufgrund des verfügbaren Frequenzspektrums zuteilbar sind.
Durch WiMAX mehr Schwung auf dem Breitbandmarkt
"Die große Resonanz und das starke Interesse vieler Firmen zeigen, dass im Bereich funkgestützter Breitbandzugänge eine große Chance für neue Investitionen und mehr Angebotsvielfalt besteht. Erfreulich ist insbesondere die Zahl der Frequenzanmeldungen auch für die Regionen, in denen bisher keine DSL-Angebote verfügbar waren", teilt der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, mit.
Laut Kurth zeigen die Anträge, dass Pläne für drahtlose Versorgung bestehen und so bundesweit schnell ein flächendeckendes Breitbandangebot in Deutschland erreicht werden könne. Auch der Wettbewerb im Breitbandmarkt werde durch diese Investitionspläne neue und zusätzliche Impulse erhalten.

(Tobias Capangil)

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