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Wikileaks veröffentlicht Tausende 9/11-Dokumente

Die Website hat über 500.000 Textnachrichten veröffentlicht, die über Handys und Pager zur Zeit der Terroranschläge vom 11. September 2001 mit teilweise verzweifelten Aufrufen verschickt wurden.

26.11.2009, 13:15 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Victoria / Fotolia.com

Im Internet sind Hunderttausende Pager-Nachrichten zu den Terroranschlägen des 11. September 2001 veröffentlicht worden. Die Website Wikileaks, die sich nach eigenen Angaben darum bemüht, die "Wahrheit" ans Licht zu bringen, stellte die Textnachrichten ins Netz.
"Bitte sei vorsichtig!"
Es sind teils verzweifelte Aufrufe an Verwandten oder Ehegatten sich zu melden, teils sind es auch Mitschnitte der Polizei und Feuerwehr. "Bitte, geh nicht aus dem Gebäude raus. Einer der Türme ist gerade zusammengestürzt. Bitte sei vorsichtig!", hieß es laut US-Medien vom Mittwoch (Ortszeit) in einer der Mitteilungen. "Ich habe schreckliche Angst. Ich muss dir einfach sagen, wie sehr ich dich liebe. Auf immer Dein, Diane", heißt es in einer anderen. Aber auch Erleichterung ist dokumentiert: "Mein Dad hat überlebt!", schrieb jemand. Oft heißt es einfach: "Bist du in Ordnung?", "Wo bist du?" oder "Ruf mich an".
Aus anderen gehe hervor, dass der Geheimdienst befürchtet habe, dass das Flugzeug mit dem aus Florida nach Washington fliegenden US-Präsidenten George W. Bush ebenfalls ein Ziel der Terroristen sein könnte. Daraufhin sei die Maschine umgeleitet worden.
Quelle unbekannt
Insgesamt wurden nach Angaben von Wikileaks 573.000 Textnachrichten veröffentlicht, die über Handys oder Pager in einem Zeitraum von 24 Stunden vor und nach den Anschlägen verschickt wurden. Laut dem US-Fernsehsender CNN schweigt sich Wikileaks darüber aus, ob die Mitteilungen aus einer Regierungsquelle, von den Sicherheitsbehörden oder einer Privatperson zur Verfügung gestellt wurden. Bei den Anschlägen auf die beiden Türme des World Trade Centers in New York und auf das Verteidigungsministerium bei Washington waren damals etwa 3000 Menschen getötet worden.

(Michael Posdziech)

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