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Wie man ungeliebte Geschenke wieder los wird

Jeder zehnte Deutsche will in den nächsten Tagen unpassende Weihnachtsgeschenke zurückgeben. Der Branchenverband BITKOM gibt Tipps für einen stressfreien Präsenteintausch.

27.12.2007, 10:45 Uhr
Internet© Anterovium / Fotolia.com

Vom Gabentisch ins Internet: Jeder zehnte Deutsche will in den nächsten Tagen Weihnachtsgeschenke online versteigern oder verkaufen, die ihm nicht gefallen haben. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen planen dies sogar 17 Prozent, ergab eine Forsa-Umfrage für den Branchenverband BITKOM. Insgesamt ist bei Männern der Anteil der Internet-Verkäufer unbeliebter Geschenke mit dreizehn Prozent deutlich höher als bei Frauen, von denen sich nur neun Prozent so der unpassenden Präsente entledigen wollen.
Rückgaberecht hilft
Da mittlerweile häufig im Internet bestellt wird, ist das eigentlich auch kein Problem mehr. "Geschenke aus dem Online-Handel können leicht zurückgegeben werden", sagt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. "Anders als im Ladengeschäft gibt es fast immer ein Widerrufs- oder Rückgaberecht." Für eine stressfreie Nachweihnachtszeit hat der BITKOM einen Fünf-Punkte-Plan entwickelt, der den Umtausch überflüssigen Christkindgutes erleichtern soll.
Fünf-Punkte-Plan
Zunächst sollte man unbedingt die Rückgabefrist von 14 Tagen beachten. In diesen zwei Wochen darf der Besteller den Kaufvertrag widerrufen. Auf Angabe von Gründen für die Einsendung den können die Beschenken innerhalb dieser Zeitspanne getrost verzichten. Zweitens sollte man jedoch nicht versäumen, die Rücksendung zu frankieren – erst ab 40 Euro übernimmt der Händler die Portokosten. Eine versicherte Sendung wäre dabei eine gute Idee, immerhin sollte die Ware heil beim Shop ankommen.
Sperrige und schwere Waren, die nicht in einem normalen Paket Platz finden (wie ein Klavier, Fahrrad oder Fernseher), kann der Käufer vom Händler abholen lassen. Das sollte man am besten schriftlich beantragen, damit es später keine Missverständnisse bei der Einhaltung der Fristen gibt. Viertens lohnt sich laut BITKOM auch ein Blick in das Kleingedruckte. Die AGB sollten genaue Details über die Prozedur der Widerrufung verraten. Einige Händler erstatten ihren Kunden auch bei kleinen Waren das volle Porto, andere wollen über eine geplante Rücksendung zunächst schriftlich informiert werden.
Alternative: Second Hand-Geschenke
Sollte keine Rückgabe mehr möglich sein, lassen sich Geschenke auch im Internet verkaufen – etwa per Online-Auktion. Damit man beim Verkauf nicht selber Gefahr läuft, den unliebsamen Gegenstand ein zweites Mal in den Händen zu halten, sollte man dem Beschreibungstext den Hinweis „Die Ware wird unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft“ hinzufügen. Natürlich darf der Artikel dann auch keinerlei Mängel aufweisen.
Übrigens: Knapp jeder zweite Deutsche will ein eigentlich nicht gewünschtes Geschenk dann doch behalten, teilt die oben genannte Studie mit – und jeder fünfte will es einfach weiterverschenken.

(André Vatter)

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