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Widerstand gegen T-Online-Verschmelzung

Zusammenschluss mit der Telekom soll nach den Vorstellungen der DSW verhindert werden.

14.04.2005, 13:25 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) will auf der Hauptversammlung von T-Online am 28. April gegen die Verschmelzung mit dem Mutterkonzern Deutsche Telekom stimmen.
"Die Verschmelzung liegt nicht im Interesse der privaten T-Online-Aktionäre", kritisierte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker. "Gerade jetzt, wo T-Online endlich wieder in die Gewinnzone zurückkehrt, sollen die Aktionäre ihre Anteilsscheine abgeben." Da der Vorstand dies unterstütze, würden die Anlegerschützer dem Gremium auch die Entlastung verweigern, kündigte Hocker an.
Deutlicher Wertverlust
Die Anteilseigner von T-Online sollen pro Aktie 0,52 Telekom-Papiere erhalten. Das entspricht einem Kurs von rund acht Euro. Beim Börsengang im April 2000 hatten die Anleger der Konzernmutter noch 27 Euro je T-Online-Aktie gezahlt.
Die Telekom hatte im Oktober vergangenen Jahres den Rückkauf angekündigt. Sie machte später den Aktionären ein Barangebot über 8,99 Euro pro Aktie, das von Aktionärsschützern als zu niedrig kritisiert wurde. Wer damals nicht umtauschte und auch jetzt nicht an der Börse verkauft, dessen Anteile werden nach der Hauptversammlung zwangsweise umgetauscht.

(Hayo Lücke)

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