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WhatsApp, Instagram & Co.: Mangelnder Jugendschutz vor Pornografie und Extremismus

Im vergangenen Jahr wurden bei Messaging-Diensten und Online-Plattformen wie WhatsApp und Instagram über 8.000 Verstöße gegen den Jugendmedienschutz festgestellt. Die Initiative Jugendschutz.net fordert von den Anbietern einen verbesserten Schutz junger Nutzer.

05.06.2014, 18:20 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Victoria / Fotolia.com

Jugendschützer sehen Probleme bei populären Messaging-Diensten und Apps von Online-Netzwerken. Junge Nutzer müssten dort besser vor gefährlichen Inhalten und Kontakten abgeschirmt werden, forderte die Initiative Jugendschutz.net in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht (PDF). Auf den Plattformen seien die Jugendschützer auf Pornografie und Anstiftungen zu Selbstgefährdung und Extremismus gestoßen. Melde-Möglichkeiten seien unzureichend und die Altersfreigaben häufig zu niedrig angesetzt.

2013 über 8.000 Jugendschutzverstöße registriert

Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen Angebote wie den Messaging-Dienst WhatsApp oder die Fotoplattform Instagram, die beide zu Facebook gehören. Anbieter mobiler Apps müssten den Jugendschutz stärker in der Produktentwicklung verankern, forderte die Initiative. Die Anbieter müssten verhindern, dass Jugendliche ungeeignete Inhalten sehen. Man brauche "Jugendschutzprogramme, die auch auf den interaktiven Plattformen Selbstgefährdung propagierende Inhalte wirksam ausfiltern".

Im vergangenen Jahr seien über 8.000 Verstöße gegen den Jugendmedienschutz festgestellt worden, hieß es. Vier Fünftel davon seien auf Angeboten im Ausland entdeckt worden. Die länderübergreifende Stelle Jugendschutz.net war 1997 von den Jugendministerien gegründet worden.

(Jörg Schamberg)

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