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WhatsApp: CSU fordert Zugriff auf Daten

Die CSU fordert Zugriff auf Kommunikationsdaten des beliebten Messengers WhatsApp. Der Spitzenkandidat der Partei verwies auf einen Terroranschlag im vergangenen Juli.

Marcel Petritz, 29.05.2017, 10:06 Uhr (Quelle: DPA)
Whatsapp© WhatsApp Inc.

München - Die CSU will in einer neuen Bundesregierung den Zugriff der Polizei auf WhatsApp-Kommunikation gesetzlich ermöglichen. "Wir wissen, dass die Terroristen WhatsApp nutzen, deshalb müssen wir die gesetzliche Kontrollmöglichkeit nach der Wahl sofort angehen", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann der "Rheinischen Post" (Samstag).

Terroranschlag in Ansbach

Herrmann, der Spitzenkandidat der CSU für die Bundestagswahl ist, verwies in diesem Zusammenhang auf den Terroranschlag in Ansbach im vergangenen Juli. Damals habe der Täter bis zum Schluss Anweisungen über den Kommunikationsdienst aus dem Nahen Osten erhalten. Der Attentäter, ein syrischer Flüchtling, hatte bei einem Musikfestival in der mittelfränkischen Stadt eine Bombe in seinem Rucksack gezündet. 15 Menschen wurden verletzt, der 27-Jährige starb.

Mehr Vereinbarungen

Zugleich mahnte Herrmann mehr Vereinbarungen nach dem Muster des EU-Türkei-Abkommens an, um Mittelmeerflüchtlinge zurück nach Afrika bringen zu können. "Es kann nicht sein, dass jeder Afrikaner, der mit einem Gummiboot in See sticht, automatisch in der Europäischen Union aufgenommen wird", sagte der Innenminister.

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