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Werbung auf dem Handy via Bluetooth-Plakat

Werbeplakate, die zusätzliche Informationen auf das Handy senden: Was nach nerviger Werbung klingt, ist auch für Endkunden interessant. Außenwerbungs-Anbieter Ströer macht den ersten Schritt.

28.01.2007, 09:01 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Die Plakat-Werbebranche hat ein hartes Los: Junge Leute laufen mit der Nase in der SMS durch die Gegend und würdigen die oft aufwändig gestalteten Plakatwände keines Blickes. Der Außenwerbungs-Anbieter Ströer hat nun die Lösung gefunden: Spezielle Plakatwände funken die Werbebotschaft via Bluetooth auf das Handy.
Sprechende Werbeplakate
Sprechende Werbeplakate – die Idee ist aus zahlreichen Science-Fiction-Filmen bekannt. Allerdings setzt der deutsche Marktführer für Außenwerbung nicht auf Plakate, die tatsächlich Passanten ansprechen, sondern auf die dezentere Lösung per Bluetooth. Ab sofort sind 30 Standorte in zehn deutschen Großstädten mit den neuartigen Bluetooth-Plakatwänden ausgestattet.
"Junge Zielgruppen sind mit klassischen Medien immer schwerer zu erreichen", so Jan Hardop, Geschäftsführer Ströer Sales & Service. "Wer erfolgreich mit jungen Menschen kommunizieren will, muss Sie überraschen und Ihnen attraktive Mehrwerte bieten." Durch die Vernetzung mit Handy-Inhalten will Ströer die Plakaterbung wieder attraktiver und sympathischer machen.
Alles via Bluetooth
Dabei können alle Inhalte auf das Handy übertragen werden, die sich per Bluetooth übermitteln lassen. Egal ob Bilder, Videos, Spiele, Visitenkarten, MP3s, Kurznachrichten, Klingeltöne oder SMS-Coupons, jeder nur denkbare multimediale Inhalt ist möglich. Die Werbe-Zielgruppe soll auf diese Weise von der Plakatwand regelrecht unterhalten werden – für den Empfänger der Werbung natürlich kostenlos dank der Übermittlung via Bluetooth.
Technisch verantwortlich zeichnet sich das Bamberger Unternehmen Blue Cell Networks mit der Beamzone-Technologie. Das Herz der Bluetooth-Plakatwände bildet ein Beamzone-Hotspot, der als Bluetooth-Sender agiert. Seine Reichweite lässt sich im Rahmen der Bluetooth-Spezifikation auf bis zu 100 Meter festlegen.
Kostenlos für den Empfänger
Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Sobald sich ein Handy mit aktiviertem Bluetooth in der Beamzone befindet, fragt das System an, ob der Nutzer die kostenlosen Inhalte erhalten möchte. Verneint er, lässt ihn das Plakat künftig in Ruhe. Bejaht er hingegen, werden ihm die vom Anbieter definierten Inhalte per Bluetooth auf das Handy gesendet.
Für den Empfänger der Werbebotschaften ist der Dienst kostenlos. Der Werbetreibende muss neben den üblichen, standortabhängigen Mietpreisen für die Plakatwand 50 Euro pro Beamzone sowie eine Servicepauschale einkalkulieren. Verfügbar ist der Dienst zurzeit in Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart.

(Christian Rentrop)

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