Glasfaser

"Werbe-Gag": Kritik an Telekom-Plänen für Stuttgart

Die Telekom will über eine Milliarde Euro in den Breitbandausbau in der Region Stuttgart investieren. Das reicht bei Weitem nicht aus, meint der Geschäftsführer der Stadtwerke Sindelfingen. Das Dreifache sei nötig.

Stuttgart© kameraauge / Fotolia.com

Stuttgart - Die Vereinbarung zum Ausbau des Glasfasernetzes in der Region Stuttgart hat der Deutschen Telekom heftige Kritik eingebracht. Als "Werbe-Gag" bezeichnete der Geschäftsführer der Stadtwerke Sindelfingen, Karl Peter Hoffmann, die Pläne. Der Konzern biete nur an, was er ohnehin hätte machen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag).

Hoffmann: Dreifacher Beitrag für den Ausbau nötig

Am Montag hatte der Konzern mit Vertretern der Region Stuttgart vereinbart, 1,1 Milliarden Euro zum flächendeckenden Breitbandausbau beizusteuern. Weitere 500 Millionen Euro sollen die Kommunen aufbringen. Das reiche "nie und nimmer für den flächendeckenden Ausbau des Netzes mit Anschlüssen in den Häusern", so Hoffmann. Er rechne mit dem dreifachen Betrag.

Bis 2030 sollen in der Region Stuttgart 90 Prozent der rund 1,4 Millionen Haushalte einen Gigabit-Anschluss haben und damit auf superschnelles Internet zugreifen können.

Melanie Zecher / Quelle: DPA

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