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Wer haftet bei Betrug im Online-Banking?

Oftmals zeigen sich Banken im Betrugsfall bei der Nutzung von Online-Banking kulant - so lange der Nutzer keine Mitschuld trägt.

20.09.2014, 09:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Viele Bankkunden nutzen das Internet für Überweisungen und andere private Bankgeschäfte. Wer aber in Fällen von Online-Betrug für den Schaden aufkommt, das muss im Einzelfall geklärt werden. Bei Streitigkeiten zeigen Banken oft Kulanz.

Verzicht auf Virenschutzprogramm fahrlässig

Konkret kommt es darauf an, ob der Kunde zumindest eine Mitschuld an dem Datendiebstahl hat. Fahrlässig ist es beispielsweise, wenn der Bankkunde kein Virenschutzprogramm auf seinem Computer installiert hat. Andererseits ist aber auch die Bank verpflichtet, eine sichere technische Plattform zur Verfügung zu stellen.

Nach einer europäischen Richtlinie gilt, dass Kunden für nicht autorisierte Zahlungsvorgänge nur bis zu einem Betrag von 150 Euro haften - es sei denn, sie haben ihre Pflichten zum Schutz der Zugangsdaten in grob fahrlässiger Weise verletzt. Ein Mitverschulden kann Banken treffen, wenn sie ein veraltetes TAN-System verwenden. TAN steht für Transaktionsnummer.

Legt ein Kunde überzeugend dar, dass er Opfer einer Phishing-Attacke - gemeint ist das Angeln nach Passwörtern - geworden ist, kann er darauf hoffen, nicht auf dem Schaden sitzen zu bleiben. Um dass zu beweisen, kann beispielsweise ein Bildschirmausdruck (Screenshot) vorgelegt werden.

(Marcel Petritz)

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