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Weitere DVB-H Pilotprojekte in den Startlöchern

Die Bewerbungsfristen für die DVB-H Projekte in Berlin-Brandenburg und Niedersachsen wurden verlängert. Thüringen plant für drei Jahre einen Feldtest mit bis zu 16 TV-Programmen. Danach soll entschieden werden, ob es einen Regelbetrieb geben wird.

08.03.2007, 11:24 Uhr
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Die Ausschreibungen für das so genannte Handy-TV gehen nach Baden-Württemberg in weiteren Bundesländern in die heiße Phase. In Berlin-Brandenburg und Niedersachsen wurden die laufenden Ausschreibungen für den DVB-H Standard ergänzt. Thüringen stellt unterdessen die Weichen für einen groß angelegten Pilotversuch.
Zweiter Kanal in Berlin beantragt
Nach der Einigung auf ein bundesweit einheitliches Papier hat die Medienanstalt Berlin-Brandenburg das bestehende Vergabeverfahren für Ergänzungen und neue Anträge geöffnet. In der Region wird DVB-H schon seit 2004 getestet, darunter mit speziellen Projekten zur Fußball-WM und IFA. Momentan wird in Berlin-Brandenburg Kanal 39 für DVB-H genutzt. Auf Beschluss der Funkwellenkonferenz im vergangenen Jahr wird allerdings mittelfristig ein Kanaltausch erfolgen.
Aufgrund zahlreicher Bewerbungen wurde Bedarf für einen zweiten Kanal in der Region von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg bereits offiziell angemeldet. Neben privaten und öffentlich-rechtlichen Programmanbietern hatte sich auch Mobilfunkunternehmen für eine Beteiligung in der Hauptstadt interessiert. Ähnlich verfährt auch das Bundesland Niedersachsen. Die Bewerbungsfrist wurde von der zuständigen Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) bis Mitte April verlängert.
Drei Jahre DVB-H in Thüringen
Die Thüringische Landesmedienanstalt (TLM) hat angekündigt, DVB-H drei Jahre lang mit bis zu 16 TV-Programmen einem Feldtest zu unterziehen. Die Datenrate liegt im Vergleich zu dem im vergangenen Jahr gestarteten Versuch im DMB-Modus deutlich höher. Nach Ablauf der Erprobungsdauer soll entschieden werden, ob das Pilotprojekt beendet, verlängert oder in den Regelbetrieb überführt wird.

(Stefan Hagedorn)

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