News

Weitere Ausschreibungen für Handy-TV erfolgt

In fünf weiteren Bundesländern wurden Frequenzen für das bundesweite DVB-H Projekt ausgeschrieben. Damit wächst die Zahl der Länder, die sich aktiv an dem Pilotprojekt beteiligen wollen.

23.03.2007, 08:03 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

In weiteren Bundesländern sind Ausschreibungen für das bundesweit geplante Handy-TV Projekt auf DVB-H-Basis erfolgt. Nach Berlin-Brandenburg, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Thüringen wurden nun auch in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Bayern und Hessen Frequenzen ausgeschrieben.
Pilotprojekt läuft drei Jahre
Das DVB-H Pilotprojekt ist zunächst auf drei Jahre befristet, Bewerbungen werden bis Ende April entgegen genommen. In Hessen läuft die Frist sogar erst Ende Mai aus. Bei der Auswahl soll ein möglichst vielfältiges Angebot mit TV-Sendern aus Nachrichten, Sport und Musik den Zuschlag erhalten. Auch im Hörfunk soll es mit für die Region zugeschnittenen Programmen eine deutliche Bereicherung geben. Insgesamt sollen bis zu 16 Programmplätze zur Verfügung stehen.
MFD will beide Systeme nutzen
Der bislang einzige Betreiber, Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD), erreicht mit seiner "watcha"-Plattform derzeit nur knapp 10.000 Kunden. Die Monatsgebühr liegt bei rund zehn Euro. Mobiles Fernsehen Deutschland hat unterdessen erneut bekräftigt, sich neben DMB auch am konkurrierenden Standard DVB-H aktiv beteiligen zu wollen. Eine Kombination aus beiden Übertragungsnormen soll den Kunden eine optimale Versorgung bieten, kündigte MFD-Geschäftsführer Jens Stender am Rande der CeBIT an.
EU-Medienkommissarin Viviane Reding hatte sich auf der CeBIT für einen einheitlichen europäischen Standard ausgesprochen. Die EU favorisiert klar den DVB-H Modus. Gibt es bis zum Sommer kommenden Jahres keine Einigung, soll er notfalls angeordnet werden.

(Stefan Hagedorn)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang