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Weißes Haus muss E-Mails speichern

Ein US-Bundesrichter hat das Weiße Haus angewiesen, seinen gesamten elektronischen Briefverkehr auf Sicherungskopien aufzubewahren.

17.11.2007, 08:31 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Ein US-Bundesrichter hat das Weiße Haus angewiesen, seinen gesamten elektronischen Briefverkehr auf Sicherungskopien aufzubewahren. Wie die Bürgerinitiative für ethische Regierung und Verantwortlichkeit am Montag (Ortszeit) bekanntgab, folgte die richterliche Anweisung auf eine Klage der Gruppe.
Weißes Haus: "Unnötig!"
Diese vermutet, dass Millionen von E-Mails, die zwischen März 2003 und Oktober 2005 vom Weißen Haus abgeschickt oder dort empfangen wurden, entgegen einschlägigen Bundesgesetzen verlorengegangen sind. Das Weiße Haus reagierte mit dem Hinweis, die Anordnung sei unnötig, da es ohnehin sämtlichen Email-Verkehr speichere.
Die Klage wird ebenfalls von einer weiteren privaten Gruppe, der National Security Archives, unterstützt. Diese äußerte den Verdacht, einige der verlorenen Botschaften stünden im Zusammenhang mit der umstrittenen Entscheidung des mittlerweile zurückgetretenen Justizministers Alberto Gonzales, neun politisch unliebsame Bundesrichter zu entlassen. Der Skandal hatte im August zum Rücktritt des Ministers geführt.

(Hayo Lücke)

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