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Weiße Flecken: Vier Bundesländer erfüllen Auflagen

Die Bundesnetzagentur gab am Mittwoch bekannt, dass nach Nordrhein-Westfalen und Saarland vier weitere Bundesländer die Auflagen für die Nutzung der 800 MHz-Frequenzen erfüllt haben. Die Telekom, Vodafone und Telefónica Germany können die Frequenzen dort nun frei für den Ausbau ihrer LTE-Netze nutzen.

28.09.2011, 16:40 Uhr
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Die Mobilfunknetzbetreiber bauen die LTE-Netze unter Hochdruck aus. Erst vor rund zwei Wochen hatte die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bonner Bundesnetzagentur, bekanntgegeben, dass die Mobilfunknetzbetreiber die Versorgungsverpflichtung im 800 Megahertz (MHz)-Bereich in Nordrhein-Westfalen und im Saarland erfüllt haben. Nun sollen die sogenannten weißen Flecken, die mit Breitband unterversorgten Gemeinden, in vier weiteren Bundesländern zu mindestens jeweils 90 Prozent mit schnellen Internetzugängen abgedeckt sein.

Auflagen in insgesamt sechs Ländern erfüllt

Mit Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz sind nun in insgesamt sechs Bundesländern alle Auflagen der Bundesnetzagentur für die Nutzung der Frequenzen im 800 MHz-Bereich befolgt worden. Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur zeigte sich erfreut über das hohe Ausbautempo. "Das zeigt, dass die Unternehmen nach der Versteigerung schnell mit dem Breitbandausbau begonnen haben und dieser zügig voranschreitet", erläutert Kurth. Die Versorgungsverpflichtung sei nun in sechs von dreizehn mit Breitband unterversorgten Bundesländern erfüllt.

Die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Germany hatten sich bei der im Frühjahr des vergangen Jahres durchgeführten Frequenzauktion Frequenzblöcke gesichert, die für den Aufbau der LTE-Netze genutzt werden. Nach der Erfüllung der Auflagen können die drei Anbieter die Frequenzen in den sechs Bundesländern nun frei verwenden. "Ich gehe davon aus, dass die Frequenzen auch nach der Freigabe in diesen Bundesländern effizient genutzt werden, damit die Breitbandversorgung noch weiter verbessert wird", betont der Präsident der Bundesnetzagentur.

Stufenweise Versorgung unterversorgter Städte und Gemeinden

Die Bonner Regulierungsbehörde hatte den drei Mobilfunknetzbetreibern auferlegt, dass sie zunächst unterversorgte Städte und Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohner mit Breitband versorgen müssen. Sind 90 Prozent der Bevölkerung dieser mit der Prioritätsstufe 1 belegten Gebiete versorgt, können stufenweise die nächsten Gebiete ausgebaut werden. Die Bundesländer hatten der Bundesnetzagentur bereits vorab unterversorgte Städte und Gemeinden genannt, die in vier Prioritätsstufen eingeteilt wurden.

(Jörg Schamberg)

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