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Webhosting im Mai: vServer, Root Server, Rabatte

Ob Root Server, vServer oder neue Managed Server - der Mai ist vor allem für Profis und Geschäftskunden interessant. Aber auch Privatnutzer profitieren von einigen interessanten Angeboten.

03.05.2010, 17:16 Uhr
Internet© arquiplay77 / Fotolia.com

Bei den meisten Webhostern gehört der Mai den Geschäftskunden. Zahlreiche Neuerungen und Tarifangebote zielen vorwiegend auf Selbstständige, Freiberufler oder Unternehmen. So gibt es günstige vServer, Root Server und neue Business-Tarife. Aber auch Privatkunden dürfen sich über das ein oder andere Schnäppchen freuen.


Übersicht

1. 1&1: Homepage-Tarife 3 Monate kostenlos
2. 1blu:"1blu-Homepage Unlimited" & Server-Neuheit
3. domainfactory: Neuer vServer-Tarif "JiffyBox"
4. EUserv: Limitierter Root Server
5. goneo: Neue Managed Server
6. Hetzner Online: Root-Server-Aktion
7. netcup: Neue Business-Tarife

1&1 startet den Mai mit einer neuen Sparaktion für seine Homepage-Angebote, die sich rein rechnerisch allerdings nicht von den Vormonaten unterscheidet. So gibt es die Webhosting-Pakete "1&1 Homepage Perfect", "1&1 Homepage Business" und "1&1 Homepage Business Pro" jeweils 3 Monate lang kostenfrei. Ab dem 4. Monat der einjährigen Vertragslaufzeit wird der reguläre Monatspreis fällig. Dieser beträgt bei "1&1 Homepage Perfect" 6,99 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr von 9,60 Euro. Dafür bietet 1&1 unter anderem zwei Domains, 100 Subdomains sowie 2 GB Webspace und unlimitiertes Transfervolumen. Auch eine MySQL-Datenbank, zwei FTP-Zugänge und 200 E-Mail-Postfächer mit jeweils 2 GB Speicher sind vorhanden.

Wer eine etwas professionellere Ausstattung benötigt, erhält im Tarif "1&1 Homepage Business" drei Domains, 500 Subdomains, 5 GB Speicherplatz und eine Traffic-Flatrate. Dazu gibt es 500 E-Mail-Postfächer, fünf FTP-Zugänge und ebenso viele MySQL-Datenbanken. Nach Ablauf der Rabattzeit kostet das Paket 14,99 Euro pro Monat. Zudem wird hier wie auch bei Bestellung des größten Hosting-Paketes "1&1 Homepage Business Pro" eine einmalige Einrichtungsgebühr von 14,90 Euro fällig. Das Profi-Angebot enthält zehn Domains, 1.000 Subdomains sowie Postfächer, 8 GB Webspeicher, unlimitierten Transfer, zehn FTP-Accounts und zehn MySQL-Datenbanken. Die reguläre Grundgebühr beträgt 29,99 Euro. Wer auf der Suche nach einem Server ist, kann darüber hinaus ebenfalls sparen. So gibt es bei ausgewählten Modellen die ersten 3 Monate der Vertragslaufzeit gratis.

Zusätzliches Highlight aller Hosting-Pakete für Firmen-Homepages ist seit kurzem das 1&1 Online Office – eine vollwertige und zu Microsoft Office kompatible Büro-Suite inklusive Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm. Bis zu 1.000 Arbeitsplätze mit jeweils 2 GB Speicherplatz sind laut 1&1 bereits in allen Paketen enthalten. Das Online-Office kommt ohne lokale Installation aus und ist weltweit über das Internet erreichbar.

Auch im Mai lockt 1blu mit einem besonderen Monatsangebot. So kostet der Tarif "1blu-Homepage Unlimited" in der ersten Vertragslaufzeit von 6 Monaten insgesamt lediglich 6 Euro. Danach werden monatlich 8,90 Euro fällig. Die Einrichtungsgebühr entfällt. Der Tarif beinhaltet vier Inklusiv-Domains, 5 GB Webspace, unbegrenztes Trafficvolumen, beliebig viele FTP-Accounts sowie 600 E-Mail-Postfächer mit insgesamt 50 GB Speicher. Sämtliche Profi-Features wie etwa PHP5, Perl / CGI, Python, SSI, Cronjobs, SSL-Proxy und 15 MySQL5-Datenbanken sind ebenfalls inklusive.

Neu aufgestellt gibt sich 1blu im Bereich der Server und bietet mit den Managed Servern ab sofort eine virtuelle Serverumgebung mit garantierten Ressourcen sowie komfortabler Webverwaltung. Das kleinste Angebot ManagedServer A steht zum Start zum Schnäppchenpreis zur Verfügung. In den ersten 3 Monaten kostet der Tarif dabei lediglich 1 Euro pro Monat, eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an.

Die Ausstattung umfasst den Prozessor AMD Opteron "Istanbul", 1 GB RAM, 5.000 GB Inklusiv-Traffic sowie 30 GB Speicherplatz im Raid 1. Eine Domain, eine eigene IP-Adresse, 1.000 E-Mail-Postfächer, eine unbegrenzte Anzahl von FTP-Accounts, 20 MySQL5-Datenbanken sowie zahlreiche weitere Profi-Features sind ebenfalls enthalten. Darüber hinaus erhält der Kunde kostenfreien Zugang zu einer Technik-Hotline, die rund um die Uhr besetzt ist. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt je nach Wunsch 3 oder 12 Monate. Der reguläre Monatspreis liegt bei 14,90 Euro.

Seit Ende April hat der Webhoster domainfactory ein neues Produkt im Programm. Mit JiffyBox erhalten Firmen-Kunden ein maßgeschneidertes Server-Angebot, das jederzeit an den aktuellen Bedarf angepasst werden kann. Im Gegensatz zu normalen vServern erfolgt die Abrechnung nicht im Monatstakt, sondern ausschließlich nutzungsbasiert und sekundengenau nach Stundenpreisen. Auch eine Mindestvertragslaufzeit existiert nicht. Jede JiffyBox hat eine eigene IP-Adresse und greift dynamisch auf vier Prozessorkerne zu.

domainfactory: Flexible vServer mit JiffyBox

Pro zusätzlicher IP-Adresse stehen einmalig 9,95 Euro auf der Rechnung – bis zu drei Stück lassen sich zusätzlich buchen. Der Nutzer erhält zudem vollen Root-Zugriff und kann pro JiffyBox je nach Auslastung bis zu 20 vServer flexibel über ein Webinterface bündeln, steuern oder löschen. Server, die zwar gerade nicht gebraucht werden, aber prinzipiell mit allen Daten verfügbar bleiben sollen, lassen sich auch "einfrieren" und bei Bedarf reaktivieren. Die Konfiguration der vServer erlaubt den Einsatz verschiedener Linux-Distributionen in 32 und 64 Bit.

Insgesamt stehen drei Tarifstufen zur Auswahl und lassen sich bedarfsabhängig kombinieren. Level 1 beinhaltet unter anderem garantierte 1 GB RAM und 40 GB Festplattenspeicher. Pro genutzter Serverstunde werden hier 4 Cent fällig – bei "eingefrorenen" Servern 1 Cent. In Level 2 stehen pro virtuellem Server garantierte 2 GB Ram sowie 80 GB Speicherplatz zur Verfügung. Stündlich verlangt domainfactory 7 Cent im aktiven sowie 2 Cent im eingefrorenen Zustand.

Die höchste Kategorie Level 3 kommt mit 4 GB RAM und 120 GB Festplattenspeicher. Für jede Stunde sind 13 Cent zu zahlen, eingefroren werden 3 Cent fällig. Unabhängig vom gebuchten Tarif fallen zusätzliche Kosten für den Datentransfer an. Pro verbrauchtem GB werden 12 Cent berechnet. Der interne Datenverkehr zwischen den JiffyBoxen ist jedoch kostenfrei. Alle anfallenden Kosten werden monatlich abgerechnet und lassen sich online über eine Weboberfläche überwachen. Weitere Details zum neuen Angebot sind unter www.jiffybox.de abrufbar.

Bei EUserv werden die ersten warmen Tage des Jahres mit einem limitierten Root-Server-Special begrüßt. Hier gilt es schnell zu sein, denn lediglich 50 Stück des Spring-Server 2010 stehen insgesamt zur Verfügung. Dieser verfügt über einen AMD Athlon64 X2 oder Intel Pentium Dual-Core-Prozessor, 4 GB RAM, zwei SATA-Festplatten mit jeweils 500 GB Speicher im Raid 0/1 sowie 50 feste IP-Adressen. Die Bandbreite beträgt 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Der gesamte Traffic ist inklusive. Als Betriebssystem ist "Proxmox" installiert.

Der Monatspreis des "Spring Server" richtet sich nach der Mindestvertragslaufzeit. Wer flexibel bleiben will, kann jederzeit mit einmonatiger Frist kündigen und zahlt monatlich 55 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr von 99 Euro. Eine längerfristige Bindung wird hingegen mit einem Wegfall der Setup-Kosten belohnt. Zudem werden pro Monat lediglich 45 Euro fällig. Jeder Server ist für die gesamte Vertragslaufzeit im Voraus zu zahlen. Pro Kunde darf nur ein Server bestellt werden. Die Aktion ist beendet, sobald alle Root Server verkauft sind - oder spätestens am 30. Juni.

Der Webhoster goneo präsentiert bietet seit kurzem ebenfalls ein kleines Portfolio an vorkonfigurierten Managed Servern mit Dell-Hardware. Die "goneo MServer" sind in drei Varianten erhältlich, verfügen über eine Traffic-Flatrate und laufen ausschließlich mit Öko-Strom. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt generell 12 Monate. Das kleinste Modell MServer L kostet 69 Euro monatlich und verfügt über einen Doppelkern-Prozessor mit 2,93 Gigahertz (GHz) Taktrate, 2 GB RAM sowie zwei Festplatten mit jeweils 250 GB Speicherplatz im Raid 1. Auch eine Domain, 500 FTP-Accounts, IP-Adresse sowie zahlreiche weitere Features stehen auf der Ausstattungsliste.

Der MServer XL läuft mit einem 3,06-GHz-Dual-Core-Prozessor, 4 GB RAM sowie zwei Festplatten mit je 500 GB Speicher und kostet pro Monat 89 Euro. Das größte Paket MServer XXL besteht aus einem Vierkern-Prozessor mit 2,4 GHz Taktrate, 8 GB RAM, zwei Festplatten á 750 GB Speicherplatz und ist für 119 Euro monatlich zu haben. Die Einrichtungsgebühr beträgt bei allen Varianten 79 Euro.

Ähnlich wie Konkurrent EUserv gibt es auch bei Hetzner Online im Mai ein limitiertes Kontingent an Root Servern. Das Modell RP59 kostet monatlich 59 Euro und ist ohne Einrichtungskosten bestellbar. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Der Kunde erhält vollen Root-Zugriff, eine Traffic-Flat, vier feste IP-Adressen und hat die Wahl zwischen sechs Betriebssystemen. Die Hardware besteht aus einem AMD Athlon 64 X2 6000+, insgesamt 8 GB RAM, zwei Festplatten mit jeweils 750 GB Speicherplatz im Raid 1 sowie 100 GB Backup-Speicher.

Der Webhoster netcup hat seine Produktpalette für Geschäftskunden überarbeitet. Zur Auswahl stehen nun drei "Business-Tarife" mit Traffic-Flatrate. Das Paket Business 1 G kommt mit 1 GB Webspace, einer de.-Domain, fünf E-Mail-Postfächern, einem Cronjob sowie einer MySQL-Datenbank. Auch PHP5 sowie Spam- und Virenfilter sind enthalten. Die monatliche Grundgebühr beträgt 1,79 Euro. Der Vertrag läuft mindestens 12 Monate. Das Midsize-Paket Business 10 G beinhaltet 10 GB Webspeicher, eine Domain, 50 E-Mail-Postfächer mit einer unbegrenzten Anzahl an E-Mail-Adressen, 10 GB E-Mail-Speicher sowie zwei Cronjobs und MySQL-Datenbanken. Monatlich verlangt netcup hier 3,89 Euro. Die vertragliche Bindungsfrist liegt bei 6 Monaten.

Das Premium-Paket Business 100 G ist mit 100 GB Speicherplatz ausgestattet. Darüber hinaus besteht der Profi-Tarif aus zwei Domains, 250 E-Mail-Postfächern, 100 GB E-Mail-Speicher, fünf Cronjobs sowie fünf MySQL-Datenbanken. Pro Monat sind 8,99 Euro zu zahlen. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt lediglich 3 Monate. Eine Einrichtungsgebühr fällt generell nicht an.

Auch bei den vServern hat netcup etwas Neues zu bieten. So haben Neukunden bereits seit Mitte April freiere Hand bei der Wahl der Mindestvertragslaufzeiten. Wer sich nur kurzfristig binden will, kann auf Wunsch monatlich kündigen. Allerdings wird bei Bestellung eines vServers mit dieser Option eine einmalige Einrichtungsgebühr von 19,99 Euro verlangt. Der Mittelweg ist die Bindung für 12 Monate. Hier betragen die Setup-Kosten 9,99 Euro. Bei der dritten Variante mit maximaler Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten fallen keine Gebühren für die Bereitstellung an.

(Christian Wolf)

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