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Warnung vor der Registrierung von iPhone-Domains

Ein großes Riskio gehen Webseitenbetreiber beim Anmelden von iPhone-Domains ein. Aufgrund von Markenschutzverletzungen flattern ihnen jetzt teure Abmahnungen ins Haus.

15.11.2007, 16:09 Uhr
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Das zu dem Hostinganbieter United Domains gehörende Online-Magazin www.domain-recht.de warnt im Zusammenhang mit der Einführung von Apples Kulthandys iPhone vor dem allzu sorglosem Umgang mit Markenrechten bei der Domain-Registrierung. Denn aus den USA kommen zahlreiche Meldungen, wonach zahlreiche Webseitenbetreiber ihren Domain-Namen auf Druck von Apple wechseln mussten.
Umfangreicher Markenschutz
Kaum ein Handy hatte bereits vor seinem Verkaufsstart einen solch riesigen Hype ausgelöst wie das iPhone. Kein Wunder also, dass zahlreiche Internetseiten zum Thema iPhone aus dem Boden schossen. Und das gab natürlich Probleme, denn nicht selten vergessen die Webseitenbetreiber in ihrer Euphorie, welche Tücken mit der Registrierung von Domain-Namen verbunden sind, die markenrechtlich geschützte Begriffe enthalten.
Wer zum Beispiel unbefugt Domains wie iPhone-News.de oder iPhone-Tipps.de registriert, riskiert eine kostenpflichtige Abmahnung von Apple, da die Rechte an der in Deutschland markenrechtlich geschützten Bezeichnung "apple" verletzt sein können. Wenig Erfolg versprechend ist es auch, auf Tippfehler-Varianten wie iFone.de auszuweichen, da der Markenschutz nicht nur den genauen Markennamen umfasst, sondern auch Bezeichnungen, die dem Markennamen zum Verwechseln ähnlich sind. Apple verschickte in den letzten Tagen und Wochen zahlreiche anwaltliche Abmahnung an die Seitenbetreiber. Darunter waren auch zahleiche Fanseiten mit Tipps und Tricks rund um das neue Telefon. Zusätzlich mussten die Betroffenen eine Unterlassungserklärung abgeben. Allein am 11. Januar 2007, als die Einführung des iPhone von Apple offiziell bestätigt wurde, wurden in den USA rund 500 begriffsbezogene Domains registriert. Deshalb raten Experten auch dazu, im Vorfeld der Registrierung Kontakt mit dem Rechteinhaber aufzunehmen und sich eine Genehmigung zur Nutzung der Marke als Domain erteilen zu lassen.
Enormer Marktwert
Welche enorme wirtschaftliche Bedeutung Domain-Namen inzwischen erlangt haben, belegt Apple selbst: für die Domain iphone.com, die sich der Geschäftsmann Michael Kovatch bereits 1995 gesichert hatte, zahlte Apple im Sommer diesen Jahres eine Rekordsumme von mindestens einer Million US-Dollar.
Trittbrettfahrer freenet
Auf ein rechtlich ebenfalls bedenkliches Spiel hat sich freenet eingelassen. Unter dem Domain www.iphone.de hat das Unternehmen Werbung für den iPhone-Konkurrenten Blackberry Pearl geschaltet. Es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis freenet ein nett formuliertes Anwaltsschreiben ins Haus flattert. Allerdings hat das Unternehmen ebenfalls seit 20. Februar 2004 mit "freenet iPhone" eine Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen lassen.

(Michael Friedrichs)

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