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VZmobil startet mit neuem Prepaidtarif durch

Die VZ-Netzwerke gestatten es ihren Nutzern, über VZmobil kostenlos mit dem Handy auf die mobilen Portale von studivZ, meinVZ und schülerVZ zuzugreifen.

22.06.2010, 13:00 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Es hat länger gedauert als man es eigentlich vermutet hatte, aber Ende Juni wird es soweit sein: die VZ-Netzwerke starten mit einem eigenen Mobilfunktarif durch. Auf den ersten Blick fällt das auf Prepaid-Basis abgerechnete Angebot weniger spektakulär aus, als man erwarten konnte. Alle Telefonate werden rund um die Uhr für 9 Cent pro Minute abgerechnet. Für ebenfalls 9 Cent ist es möglich, SMS innerhalb Deutschlands zu verschicken. Damit reiht sich neue neuer VZmobil-Tarif nahtlos zwischen ähnlichen Angeboten von congstar, Fonic, simyo und Co. ein. Monatliche Fixkosten gibt es bei VZmobil nicht.

Gratis-Surfen auf VZ-Portalen

Schaut man sich VZmobil jedoch etwas genauer an, entdeckt man schnell einige Feinheiten, die bei der Konkurrenz nicht erhältlich sind. So gestattet es VZmobil seinen Nutzern, Anrufe zu einer ausgewählten Festnetz-Rufnummer kostenlos zu führen. Allerdings nur die ersten 15 Sekunden lang. Nach 15 Sekunden wird das Gespräch automatisch abgebrochen. Für Nutzer von meinVZ, studiVZ und schülerVZ dürfte darüber hinaus von großem Interesse sein, dass es kostenlos gestattet wird, die mobilen Webseiten der sozialen Netzwerke zu nutzen - Plauderkassen zum Chatten inklusive. Abseits der VZ-Portale kosten Ausflüge in das mobile Internet 24 Cent pro Megabyte. Abgerechnet werden diese Verbindungen in 100 Kilobyte-Schritten.

Wer einen BlackBerry oder einen manuell installierten Opera Mini nutzt, muss unter Umständen mit Problemen rechnen, wie ein VZ-Sprecher im Gespräch mit unserer Redaktion erklärte. So könne es beispielsweise auf geschäftlich genutzten BlackBerry-Modellen passieren, dass das Surfen nur auf bestimmten Internetseiten zugelassen sei.

Wer sich nachträglich den Browser Opera Mini auf seinem Smartphone installiert habe, müsse sich unter Umständen auf kleinere Schwierigkeiten bei der Abrechnung einstellen, weil nicht direkt die VZ-Server angesteuert werden, sondern spezielle Komprimierungsserver in Norwegen. Bei etwaigen Abrechnungsschwierigkeiten will man sich bei VZmobil aber kulant zeigen, heißt es. "Ich denke nicht, dass wir es wegen ein paar Cent mit unseren Nutzern verscherzen wollen", sagt ein Unternehmenssprecher gegenüber onlinekosten.de.

Ein möglicherweise auftretendes Abrechnungsproblem lässt sich aber umgehen, wenn auf die neu angeboten Apps zugegriffen wird. Sie stehen für die Betriebssysteme Android, Windows Mobile und Symbian sowie auf Java-Basis zur Verfügung und erlauben ebenfalls das kostenlose Surfen und Chatten auf den mobilen VZ-Portalen. Darüber hinaus darf natürlich eine kostenlose App für das iPhone nicht fehlen.

Ebenfalls neu: verschiedene Flatrate-Optionen

Optional wird es auch eine Flatrate für unbegrenzt viele Telefonate zu anderen VZmobil-Kunden geben. Sie kostet für 30 Tagen 4 Euro. Ebenfalls für 4 Euro wird eine SMS-Flatrate angeboten. Auch sie gilt aber nur bei einer Kommunikation innerhalb der VZ-Community. Eine Pauschale für das mobile Internet wird für 10 Euro angeboten. Bei mehr als 200 Megabyte Datenaufkommen wird bei dieser Option die maximal mögliche Geschwindigkeit von 7,2 Megabit pro Sekunde auf GPRS-Niveau gedrosselt.

Startpakete werden ab dem 28. Juni über www.vzmobil.net angeboten. Einen Tag später folgt die Vermarktung in ausgewählten Filialen von Kaiser's und Tengelmann. Mit weiteren Fachhandelsparnern befindet sich VZmobil nach eigenen Angaben in Gesprächen, wollte auf Nachfrage aber keine Hinweise auf mögliche Namen geben. Der Einstieg ist für 5 Euro möglich - 1 Euro Startguthaben inklusive. Neukunden haben darüber hinaus die Möglichkeit, drei Monate lang kostenlos andere VZmobil-Nutzer anzurufen und ihnen SMS zu schicken. Als Netzpartner tritt o2 Germany auf.

(Hayo Lücke)

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