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VZ NRW warnt vor Abzocke mit Rezepten, Horoskopen und Tattoos - 249 Euro pro Jahr

Die Verbraucherzentrale NRW warnt aktuell vor Abofallen auf den Webseiten rezepte-portal-24.net, horoskop-portal-24.net und tattoo-vorlagen-24.net: Wer sich dort registriert hat, soll 249 Euro zahlen.

25.07.2014, 15:31 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Die Verbraucherzentrale NRW warnt aktuell vor den Webseiten rezepte-portal-24.net, horoskop-portal-24.net und tattoo-vorlagen-24.net. Bei den besagten Angeboten handele es sich – man ahnt es schon – um Abofallen. Betrieben werden die Websites von der Premium Media Service Ltd., die Rechnungen und Mahnungen stammen von der Firma Pable Domainverwaltung mit Sitz in Wien, die sich nach eigenen Angaben auf ein "professionelles Forderungsmanagement zu Top-Konditionen" spezialisiert haben.

249 Euro jährlich

So kostet die Registrierung auf den genannten Seiten für ein Jahr stolze 249 Euro - für die gebotene Leistung ein wahrlich fürstlicher Preis. Dabei sei nicht mal eine ordentliche Registrierung, sprich mit Klarnamen und Adresse, nötig. Die Eingabe der E-Mail-Adresse genügt dem Inkasso-Unternehmen, eine Rechnung über 249 Euro für eine 12-monatige Mitgliedschaft zu schicken. Selbstverständlich verlängert sich der "Vertrag" alle 12 Monate automatisch.

Auffällig ist, dass das Design der Webseiten recht billig wirkt. Offenbar soll der Eindruck erweckt werden, es handele sich um einen harmlosen, privaten Blog.

Nicht zahlen

Die Verbraucherzentrale NRW rät keinen Cent zu zahlen, das Vorgehen des Betreibers verstößt gegen die gesetzlichen Vorgaben zur Buttonlösung:

"Die von der Premium Media Service Ltd. betriebenen Websites sind Abofallen. Der Hinweis auf die Kosten findet sich lediglich in einem schlecht lesbaren Fußnotentext auf der Startseite sowie in den Nutzungsbedingungen. Und anstatt – wie seit 1. August 2012 gesetzlich vorgeschrieben – den Kunden per Bestellbutton ausdrücklich über seine Zahlungspflicht zu informieren, ist der Button allein mit der Aufschrift 'Registrieren' getarnt."

"Auf die per E-Mail übersandte Rechnung sollte überhaupt nicht reagiert werden. Und um den Abzockern keine weiteren persönlichen Daten preiszugeben, sollte auch keine Reaktion per Post erfolgen“, so die Verbraucherschützer.

(Marcel Petritz)

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