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VZ-Netzwerke: Riedl geht, eine Frau kommt

Der bisherige Chef der VZ-Netzwerke, Clemens Riedl, hat das Unternehmen am Dienstag auf eigenen Wunsch verlassen. An seine Stelle tritt die bisherige Chefin des Konkurrenznetzwerks "Lokalisten", Stefanie Waehlert.

11.10.2011, 17:31 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Nach nicht einmal zwei Jahren an der Spitze der zur Holtzbrink-Verlagsgruppe gehörenden VZ-Netzwerke hat der erst im Februar 2010 als Nachfolger von Markus Berger-de León bestellte Clemens Riedl das Unternehmen am Dienstag "auf eigenen Wunsch" verlassen. An seine Stelle tritt die bisherige Chefin der ProsiebenSat1-Plattform "Lokalisten", Stefanie Waehlert, meldet das VZ-Blog.

"Idealbesetzung gefunden"

"Für die richtungsweisende Weiterentwicklung der VZ-Netzwerke haben wir mit Stefanie Waehlert die Idealbesetzung gefunden, um an den bisherigen Erfolg anzuknüpfen", sagte Markus Schunk, Geschäftsführer von Holtzbrink Digital.

Diese habe umfangreiche Erfahrung im Digitalsektor und unter anderem bei der Deutschen Telekom sowie T-Online International in leitenden Funktionen "exzellente Ergebnisse" erzielt. Um einen reibungslosen Übergang auf der Führungsebene zu gewährleisten, wird Riedl laut Schunk allerdings noch einige Zeit im Hintergrund beratend tätig bleiben.

Ein schwieriges Erbe wartet

Waehlert übernimmt damit fast zeitgleich mit dem Ende September begonnenen Testbetrieb der überarbeiteten VZ-Portale das Ruder des angeschlagenen Netzwerkverbundes, dessen Verkauf erst im Juli mangels Interessenten gescheitert war. Sie muss nicht nur den bisherigen Mitgliederschwund stoppen, sondern nicht zuletzt neue Nutzer begeistern. Vor allem eine stärkere Orientierung an den Wünschen der Nutzer über Bewertungs- und Feedbacksysteme soll den Erfolg von SchülerVZ, StudiVZ sowie MeinVZ dabei sicherstellen.

Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten. Die neue Frau an der Spitze gilt zumindest als Expertin auf dem Gebiet der Nutzerakquise und tritt ein schweres Erbe an: Derzeit sind nur noch knapp zehn Millionen Mitglieder auf den Holtzbrink-Plattformen aktiv; weitere sechs Millionen sind zwar angemeldet, aber nur noch selten oder nicht mehr online. Facebook kommt hingegen trotz wiederholter Kritik an den Datenschutzbestimmungen allein in Deutschland auf mehr als 20 Millionen registrierte Profile; das erst kürzlich offiziell gestartete Google+ hat weltweit bereits 50 Millionen Nutzer und gewinnt täglich zwei Millionen weitere hinzu.

(Christian Wolf)

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