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VZ-Netzwerke finden Daten-Skandal-Verursacher

Er habe eingeräumt, "dass er die Daten weiteren Personen zur Verfügung gestellt hat, die er uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen will", teilte ein VZ-Sprecher mit.

18.10.2009, 13:18 Uhr (Quelle: DPA)
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Die VZnet-Netzwerke haben Gegenmaßnahmen ergriffen, um dem Daten-Skandal vom vergangenen Freitag möglichst gering zu halten. Ein Sprecher teilte mit, man habe den mutmaßlichen Täter identifiziert und Kontakt mit ihm aufgenommen. Dabei habe er auch eingeräumt, "dass er die Daten weiteren Personen zur Verfügung gestellt hat, die er uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen will". Um einen derartigen Missbrauch künftig zu verhindern, habe man zudem den Zugriff auf eine erhöhte Anzahl von Nutzerprofilen in einem kurzen Zeitraum inzwischen eingeschränkt.
Mehrere Menschen besitzen Daten
Die kopierten Daten beinhalteten unter anderem Name und Alter sowie das Profilfoto. Adressen oder Zugangsdaten waren vom Datenklau hingegen nicht betroffen. Bekannt geworden war das Problem, weil dem Internet-Blog netzpolitik.org eine entsprechende Liste zugespielt wurde. Ermittlungen hätten aber ergeben, dass es sich bei der Quelle von netzpolitik.org nicht um den tatsächlichen Verursacher sondern um einen "Trittbrettfahrer" handele, der Zugang zu den Daten des eigentlichen Täters hatte.
Nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) lassen sich aus den kopierten und weitergeleiteten Daten ganz gezielt bestimmte Personengruppen herausfiltern. Beispielsweise sei es auf diesem Wege möglich, alle 13-jährigen Mädchen von einer nahe gelegenen Schule herauszusuchen und gleichzeitig deren Fotos zu betrachten.
Auf der Website von SchülerVZ heißt es hingegen: "Deine persönlichen Daten sind auf unseren Servern (...) bestmöglich geschützt. Sie können z.B. nicht von Suchmaschinen wie Google ausgelesen werden und tauchen somit nicht außerhalb vom SchülerVZ auf."

(Hayo Lücke)

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