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VR-Web: Kündigungen wegen AGB-Verstoß

Nach Alster24 und Arcor kündigt nun auch VR-Web Schmalband-Nutzern die Flatrate. Der Grund ist allerdings nicht die Dauernutzung, sondern oft die unerlaubte Kanalbündelung.

12.10.2007, 15:08 Uhr
ISDN© Daniel Kühne / Fotolia.com

Der Provider VR-Web hat in den vergangenen Tagen 40 Nutzern die Schmalband- und Telefon-Flatrate surf & phone gekündigt. Eine zu intensive Nutzung, die in der Vergangenheit schon Arcor und auch Alster24 Anlass zu Kündigungen gegeben hatte, ist laut VR-Web jedoch nicht der Grund.
Gewerbliche Nutzung
Ein Leser teilte der Redaktion mit, dass der Provider als Grund in seinem Kündigungsschreiben angab: "Wir bedauern, dass wir aufgrund der allgemeinen Nutzungsentwicklung des Tarifs zu dieser Maßnahme greifen müssen." Auf Nachfrage von onlinekosten.de bestätigte VR-Web 40 solcher Kündigungen und teilte mit, dass diese das Ergebnis eines "(teil)-automatischen Prozesses" seien. So wurde unter anderem das Nutzungsverhalten der Kunden über einen Zeitraum von mehreren Monaten betrachtet. Bei insgesamt 40 Kunden habe das erstellte Profil nahe gelegt, dass der Tarif zu gewerblichen Zwecken genutzt wurde. Da surf & phone jedoch ausschließlich für Privatkunden erhältlich ist, hätten die betroffenen Nutzer eine Kündigung erhalten. Der Tarif beinhaltet keine Mindestvertragslaufzeit, sodass jeweils zum Monatsende gekündigt werden kann.
Kontaktaufnahme über die Hotline
Einige hätten sich daraufhin über die Hotline an VR-Web gewandt, da keine gewerbliche Nutzung vorlag. In diesen Fällen wurde laut Anbieter die Kündigung wieder revidiert. Wer also ebenfalls zu Unrecht gekündigt wurde, sollte sich bei dem Provider melden.
Die Frage, ab wie vielen Stunden ein Kunde zu häufig surft, stellt sich bei VR-Web jedoch nicht: Wie der Provider angab, sei eine 24-stündige Nutzung pro Tag möglich. Viele der Betroffenen hätten allerdings mehrere Leitungen geschaltet. Da für den Tarif surf & phone die Kanalbündelung jedoch vertraglich nicht genehmigt ist, liegt in diesem Fall ein Verstoß gegen die Geschäftsbedingungen vor. Dabei werde jedoch nicht jeder Nutzer sofort gekündigt. Die Betroffenen hätten über einen längeren Zeitraum mehrere Kanäle aufrecht erhalten.

(Saskia Brintrup)

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