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Vorzeitiges Ende einer Atlantik-Überquerung

Opera-Chef Tetzchner hatte gewettet von Norwegen in die USA zu schwimmen, sollte der neue Browser mehr als eine Million mal heruntergeladen werden. Nun erlitt er Schiffbruch.

28.04.2005, 08:38 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Die etwas andere PR-Kampagne für den Web Browser Opera 8 hat ein vorzeitiges Ende genommen. Eine Panne zwang Opera-Chef Jon S. von Tetzchner und seinen PR-Manager zur vorzeitigen Aufgabe. Tetzchner hatte gewettet, von Norwegen in die USA zu schwimmen, sollte der neue Opera-Browser innerhalb von vier Tagen mehr als eine Million Mal heruntergeladen werden. Die Download-Marke wurde erreicht, der CEO trat zur Atlantik-Überquerung an.
"Phantom" gesunken
Grund für den Abbruch der Wette war ein Leck in dem von Tetzchners PR-Manager Eskil Siversten gesteuerten Begleitboot: Das firmeneigene Schlauchboot "Phantom" sank. Sabotage wird ausgeschlossen, Opera gibt dem eher armseligen Zustand des Bootes die Schuld. "Es war kalt und nass und furchtbar, und ich hatte wirklich große Angst", sagte Sivertsen nach der Rettung durch seinen schwimmenden Boss.
Die Nachricht vom Unglück sprach sich schnell herum, denn ein Bauer hatte das Drama "zufällig" mitbekommen. Tetzchner wurde von den vielen Schaulustigen wegen "seiner Stärke und seines Durchhaltevermögens" zum Helden erklärt, nachem er das kaputte Boot und seinen erschöpften PR-Manager sicher an Land gebracht hatte. Die Enttäuschung über die gescheiterte Atlantik-Überquerung war ihm deutlich anzusehen, heißt es.
Einmalige Gelegenheit verpasst
„Ich habe schon immer geträumt nach Amerika zu schwimmen und ich dachte wirklich, dies wäre die einmalige Gelegenheit. Sowohl das Boot, als auch mein PR-Manager waren Pannen, die einfach passieren mussten“, gestand Tetzchner. Gefeuert wird der PR-Manager wohl nicht, da er gute Arbeit leiste, "wenn er sich auf das beschränkt, was er kann". Auf eine Tasse Kakao, die für einen Zwischenstopp bei Tetzchners Mutter in Island geplant war, müssen die beiden Abenteurer nun wohl verzichten.

(Christopher Bach)

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