News

Volle IFA-Hallen - Von Krise wenig zu sehen

Zur weltgrößten Branchenschau seien an den ersten drei Tagen mehr als 100.000 Besucher gekommen, sagte Michael Hofer, Sprecher der Messe Berlin.

07.09.2009, 10:49 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Zur Halbzeit der Funkausstellung IFA haben sich die Auftragsbücher der Hersteller nach Veranstalterangaben schon gut gefüllt. "Die Aussteller berichten von einer mehr als zufriedenstellenden Ordertätigkeit des Handels", wird der Aufsichtsratschef des IFA-Veranstalters gfu, Rainer Hecker, zitiert. Zur weltgrößten Branchenschau seien an den ersten drei Tagen mehr als 100.000 Besucher gekommen, sagte Michael Hofer, Sprecher der Messe Berlin. Damit sei man zuversichtlich, das Ziel von mehr als 200.000 Gästen zu erreichen.
Von der Krise keine Spur
"Die Krise ist auf der Messe nicht angekommen. Wir erwarten ein Auftragsvolumen auf Vorjahresniveau", sagte Philips-Sprecher Klaus Petri. Das Thema hochauflösende TV-Bilder steigere die Nachfrage nach großformatigen Bildschirmen. Interesse gebe es auch für Internet über das Fernsehen. Auch Sharp meldet eine starke Nachfrage nach größeren Formaten. Die neue Technologie mit niedrigem Stromverbrauch für 52-Zoll-Geräte werde vom Handel gut angenommen, berichtete Deutschland-Geschäftsführer Frank Bolten.
Panasonic ist ebenfalls zufrieden. Das Zukunftsthema 3D-Fernsehen interessiere die Besucher, ebenso Camcorder und Fotografie. Die Loewe AG, Hersteller hochpreisiger Unterhaltungselektronik, äußerte sich zufrieden. "Die Aufträge aus dem deutschen Markt liegen über dem Vorjahr", sagte Vorstandschef Frieder Löhrer. Aus dem Ausland werde ein Ordervolumen auf Vorjahresniveau erwartet, obwohl das Geschäft mit einigen Regionen schwierig sei.
Hans-Joachim Kamp vom Fachverband ZVEI sprach sich für eine staatliche Förderung aus, um den Austausch energiefressender Kühl- und Gefriergeräte gegen moderne Stromsparer voranzubringen. Der Energieverbrauch und der damit verbundene Ausstoß des klimaschädlichen CO2 könnten so schnell verringert werden. Eine auf zwei Jahre begrenzte Förderung von 150 Euro je Gerät schlage mit rund 128 Millionen Euro zu Buche, sagte er unter Hinweis auf eine Studie des Freiburger Ökoinstituts. "Der Nutzen ist fünfmal höher als die Kosten." In den Haushalten stünden rund 29 Millionen Geräte, die zehn Jahre und älter seien. Der Anteil sogenannter A++-Geräte betrage beim Kauf mehr als zehn Prozent. Der Absatz könne mit einer Förderung auf einen Anteil von 33 Prozent steigen.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang