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VoIPing startet neu in den Markt

Ab sofort ist wieder ein Neuer im Markt unterwegs, um die Sparfuchs-Herzen mit günstigen VoIP-Tarifen höher schlagen zu lassen.

02.11.2005, 13:38 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Jetzt hat der VoIP-Markt wieder Zuwachs bekommen. Auf der bereits bekannten Plattform der Firma outbox AG gibt es einen Neuling, der seine Dienste anbieten möchte. Ab sofort sind die VoIP-Services von VoIPing verfügbar, zunächst gibt es allerdings nur den Standard-Tarif "Basic". Die aktuelle Einführungsaktion verspricht den ersten 50 Kunden eine 032-Rufnummer ohne Einrichtungsgebühr. Lediglich die neun Euro Grundgebühr für die ersten drei Monate muss eingezahlt werden. Nach der Aktion werden für die Rufnummern die sonst üblichen 50 Cent monatlich berechnet.
Große Nummernauswahl
Statt der Rufnummer mit Internetvorwahl, für deren Einrichtung einmalig 9,95 Euro berechnet werden, kann jeder Kunde auch eine Rufnummer aus den bundesdeutschen Ortsnetzbereichen erhalten. Hier kostet die Schaltung allerdings einmalig 25 Euro, die monatlichen Kosten belaufen sich ebenfalls auf 50 Cent. Die Portierung einer bestehenden Festnetznummer wird mit 35 Euro in Rechnung gestellt, VoIPing schreibt aber nach einer erfolgreichen Portierung zehn Euro dem Kundenkonto zu. In der monatlichen Grundgebühr des "Basic"-Tarifs ist eine 01805-Rufnummer inbegriffen, damit der Nutzer aus dem Festnetz erreichbar ist. Allerdings sind die Minutenpreise für den Anrufer auf dieser Nummer mit zwölf Cent pro Minute aus dem Festnetz verhältnismäßig teuer.
Brutto-Netto-Verwirrung
Die Minutenpreise für VoIPing-Kunden selbst scheinen dagegen auf den ersten Blick sehr günstig. Etwas irritierend für Privatkunden ist aber, dass der Anbieter alle Preise als Nettobeträge angibt. Für Verbindungen ins deutsche Festnetz berechnet der Anbieter 1,30 Cent pro Minute, Telefonate zu den D-Netzen kosten 22,99 Cent, zu den E-Netzen 23,99 Cent. Auslandsgespräche sind ab 1,69 Cent pro Minute zu haben. Dabei werden Verbindungen innerhalb Deutschlands nach der ersten Minute im Zehn-Sekunden-Takt abgerechnet, innerhalb Europas wird es nach der ersten Minute noch 30-Sekunden genau, international wird minutengenau abgerechnet.
Update 2. November 2005: VoIPing spart die Mehrwertsteuer
Die Irritation über die Tarifberechnung bei VoIPing ist nun gelichtet. Der neue Anbieter beruft sich auf die so genannte Kleinunternehmerregelung und berechnet seinen Kunden daher generell keine Mehrwertsteuer. Die Vorschrift besagt, das kleine Firmen, deren Umsatz im Vorjahr 17.500 Euro nicht überschritt, und dieser im laufenden Jahr die 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird, von der Umsatzsteuer befreit sind. Somit kann und darf VoIPing die Mehrwertsteuer seinen Kunden nicht weiterberechnen. Gut für Privatkunden, denn die kommen in den seltenen Genuss, die 16 Prozent sparen zu können und werden somit gleich wie Geschäftskunden behandelt. Bleibt zu hoffen, dass VoIPing nicht zu viel verdient, sonst muss bald doch noch die Mehrwertsteuer berechnet werden. Für diesen Fall, so versichert der Anbieter schon heute, ist aber keine Preiserhöhung geplant. Den Angaben entsprechend haben wir die Preisangaben in unserem Anbietervergleich korrigiert.

(Aleksandra Leon)

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