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VoIP: Skype lässt den Drachen tanzen

Der bekannteste VoIP-Anbieter Skype strebt jetzt nach dem Ausbau seines Weltruhmes: ein eigens ins Leben gerufenes Joint Venture soll den Markteinstieg in China sichern.

08.09.2005, 08:27 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Der Luxemburger VoIP-Anbieter Skype ist nicht zu bremsen: bereits jetzt ist er einer der ganz Großen im IP-Telefonie Geschäft mit rund 51 Millionen Nutzern weltweit. Geht es nach den Kazaa-Erfindern, kommen jetzt weitere 70 Millionen hinzu. Das Unternehmen gab heute die Gründung eines Joint Ventures mit der Chinesischen Tom Online Inc., Spezialistin für drahtlose Internetlösungen, bekannt. Das teilte das Onlinemagazin Computer Business Review mit. Das Ziel der gemeinsamen Neugründung sei, eine spezielle Version des berühmten Skype Softphone für den chinesischen Markt zu entwickeln und zu vertreiben, ebenso wie neue Premiumservices für Internetnutzer und Serviceprovider.
Gemeinsam innovativ
Außerdem sollen die Services der beiden Unternehmen miteinander verknüpft werden, wodurch Tom seine 70 Millionen Nutzer mit in den Topf wirft. Die beiden planen ihre Kenntnisse zusammen zu bringen, um neue Kommunikationslösungen zu entwickeln. Tom Online und Skype arbeiteten erstmals im November 2004 bei der Entwicklung einer vereinfachten Skype-Version zusammen. Das gemeinsame Produkt hat mittlerweile etwa 3,4 Millionen registrierte Nutzer, was China bereits jetzt zum Top-Drei Markt von Skype macht.
Markt der großen Zahlen
Einzelheiten des Deals wurden noch nicht bekannt. Das Joint Venture soll aber zu 51 Prozent an Tom Online und zu 49 Prozent an Skype gehen. Damit steigen die Luxemburger voll ein in einen viel versprechenden Markt: China ist mit sage und schreibe etwa 360 Millionen Kunden der größte Mobilfunkmarkt der Welt. Es wird erwartet, dass das Internet bis 2007 von 154 Millionen Chinesen genutzt wird. Laut Regierungsangaben hatte der Kommunikationsmarkt in 2004 einen Wert von rund 56 Milliarden Euro.

(Aleksandra Leon)

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