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VoIP-Router schützt vor "Lauschern"

Viele VoIP-Telefonate laufen noch unverschlüsselt über das Internet. Ein Router der Patton-Inalp Networks AG kann diese nun verschlüsseln.

23.07.2006, 16:31 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Mit Ausnahme von Skype fließt der Großteil des VoIP-Datenverkehrs bislang noch unverschlüsselt durch das Internet. Nicht hinnehmbar für alle, die wichtige Informationen zu übertragen haben und ihre Gespräche vor "Dritten" schützen wollen. Die Patton-Inalp Networks AG will nun mit einem speziellen VoIP-Router Abhilfe schaffen.
Sicher durch VPN
Der "SmartNode"-Router der Modellreihe SN4562 von Patton wurde speziell für den Einsatz in Klein- und Heimbüros entwickelt. Er ist besonders für Unternehmen interessant, die ihre Niederlassungen sicher in das eigene VoIP- und Datennetzwerk einbinden wollen. Dazu stellt der Router eine verschlüsselte VPN-Verbindung zum Firmennetz her, über das dann die Sprachdaten abhörsicher übertragen werden können.
Für die Signalisierung der VoIP-Gespräche unterstützt das Gerät die SIPv2 und H.323v4-Protokolle. Zur Verschlüsselung der Daten nutzt der Router das IPSec-Protokoll samt Internet Key Exchange (IKE). Die eigentlichen Daten werden durch die AES- und 3DES-Algorithmen geschützt. Zusätzlich können die Telefonate auch über das normale ISDN-Netz geroutet werden. Dies ist besonders hilfreich, wenn die Internetanbindung einmal ausfällt. Nach Angaben des Unternehmens ist der Router bereits mit 1200 Installationen bei einer großen Einzelhandelskette in Deutschland im Einsatz.
Bisherige Verschlüsselung nicht ausgereift
Für Scott Whittle, Vizepräsident des Produkt-Managements bei Pretton, sind die bisherigen Verschlüsselungsverfahren für VoIP-Telefonate noch nicht ausgereift genug. "Es gibt bereits Standards wie SRTP und SIP TLS, die Sprachverkehr auf der CODEC-Ebene verschlüsseln. Diese Standards befinden sich jedoch im Entwicklungsstadium und sind noch nicht marktreif. SmartNode bietet dagegen bereits jetzt sichere VoIP- und Datenübertragung in einem einzelnen Gerät und zu äußerst wettbewerbsfähigen Kosten", so Whittle.

(Christopher Bach)

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