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VoIP ist immer noch zu kompliziert

Einer Untersuchung von Forrester zufolge sind die notwendigen Programme für die Internet-Telefonie immer noch zu kompliziert, um am Massenmarkt erfolgreich abzuschneiden.

08.04.2007, 11:03 Uhr
Internettelefonie© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Außen hui, innen pfui – so lässt sich das Ergebnis der aktuellen Studie der Marktbeobachter von Forrester Research zum Thema VoIP zusammenfassen. VoIP habe sich zum großen Thema in der Telekommunikationsbranche entwickelt und mehr als die Hälfte der europäischen Internet-Nutzer kann mit dem Begriff etwas anfangen. Die praktische Anwendung scheitert jedoch noch immer oft an zu wenig Nutzerfreundlichkeit, berichtet die Nachrichten-Agentur pte.
Mehr Nutzerfreundlichkeit, bitte
Die für VoIP notwendigen Programme seien nach wie vor an technisch versierte User adressiert, urteilt dem Bericht zufolge die Forrester-Analystin Zayera Khan. "Hauptgrund für die Internet-Telefonie sind die niedrigen Kosten, mit denen herkömmliche Telekomanbieter nicht mithalten können", schreibt Kahn in ihrer aktuellen Analyse "The VoIP Customer Experience: Work in Progress".
Um jedoch den Massenmarkt zu erreichen, müssten große Software-Anbieter wie Skype, Yahoo, Google, Microsoft und ICQ ihre Programme deutlich verbessern und anwenderfreundlicher gestalten. Den vielen Nutzern, denen VoIP ein Begriff ist, stehen lediglich acht Prozent gegenüber, die tatsächlich auch mal ein entsprechendes Programm getestet haben.
ICQ als Schlusslicht
Die Gründe, warum sich die Nutzer abschrecken lassen, seien vielschichtig. Jedoch ließen sie sich hauptsächlich an mangelnder Nutzerfreundlichkeit festmachen: Menüs seien zu kompliziert und verwirrend, die Steuerungselemente nicht intuitiv genug. Außerdem plädiert die Forrester-Anayse für einen einheitlichen Standard der VoIP-Angebote, wie etwa SIP. Als positives Beispiel in Sachen Nutzerfreundlichkeit nennt pte die webaktivierte Telefonie von Jajah. Der VoIP-Service freute sich kürzlich über die Marke von zwei Millionen Menschen, die das Angebot bereits nutzen. Im Forrester-Nutzertest seien hingegen alle fünf Kandidaten, Skype, Yahoo, Google, Microsoft und ICQ, durchgefallen. Die schlechteste Note erhielt ICQ, da bei Installation und Setup sowie den Such-Funktionen laut Forrester verbesserungswürdig seien. Yahoo schnitt hingegen am besten ab.

(Aleksandra Leon)

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