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VoIP: Die Centfuchser-News für März

Im "Monat CeBIT" geht es ordentlich rund am VoIP-Markt: Der eine lockt mit neuer Flatrate zum Sparpreis, andere mit Services, Hardware und Rufnummern.

01.03.2007, 12:01 Uhr
Video Chat© Monkey Business / Fotolia.com

Es ist März und unsere VoIP-Monatsübersicht geht in eine neue Runde. Dominierten im Februar vor allem Angebote für Rufnummern, sind die Lockrufe der VoIP-Anbieter diesen Monat vielstimmig. Die einen machen mit Hardware zum Sonderpreis, andere mit neuen Zusatzfunktionen auf sich aufmerksam. Aber auch bei den Minutenpreisen gibt es für einige Kunden gute Nachrichten. Vor allem stechen neue Flatrate-Angebote ins Auge, eines davon dürfte vor allem kurzentschlossene Plaudertaschen interessieren. Wir haben die Angebote und Neuigkeiten des Monats übersichtlich zusammengestellt.
Übersicht
Direkt zu den Anbietern
1. Bellshare & Axion
2. Brauner, Freenet & 24x7
3. Sipkom, Vortel & Strato
4. Pink, Terrasip & Sipgate
5. Skype, PBX, Pepphone & Probstei
Flatrate zum Sparpreis
Den Anfang macht diesen Monat Bellshare mit einer vom Internet-Zugang unabhängigen Flatrate, wie sie günstiger momentan nicht zu haben ist. Für monatlich 5,99 Euro erhalten Kunden alle Gespräche ins deutsche Festnetz inklusive. Außerdem sind jeden Monat 200 Freiminuten in die Festnetze von 30 weiteren, zumeist europäischen Ländern enthalten. Gespräche in die deutschen Mobilfunknetze werden mit 14,90 Cent pro Minute abgerechnet. Außerdem ist eine Voicebox sowie Fax2Mail-Service im Angebot enthalten. Die Vertragslaufzeit beträgt drei Monate. Der Haken: Das Angebot ist lediglich bis Samstag, 31. März, gültig und kann auch nur von den ersten 25.000 Neukunden des Bellshare-VoIP-Angebots in Anspruch genommen werden.
Beinahe-Flat mit Verbindungskosten
Auch Axion startet mit einer neuen Flatrate in den März. Das Angebot ist ebenfalls unabhängig vom Internet-Anschluss, gilt aber nicht zeitlich beschränkt, wie bei Bellshare. Der Tarif "Europa+" für 8,99 Euro im Monat deckt – wie der Name schon andeutet – nicht nur Gespräche ins deutsche Festnetz ab. Auch Telefonate in die Festnetze von 24 weiteren Ländern sind inklusive. Zumindest fast, denn für jeden Verbindungsaufbau berechnet Axion zusätzlich 3,90 Cent. Alle anderen Ziele werden weiterhin minutenweise in Rechnung gestellt. So kostet ein Anruf ins deutsche Handynetz 19,90 Cent pro Minute. Bei "Europa+" sind außerdem Zusatzfunktionen, wie Voicebox, Fax-over-IP, Rufweiterleitung, Parallelruf, automatische Vorwahl, Anruflisten, Online-Telefonbuch mit Kurzwahlen oder Web-SMS enthalten. Flatrates sind auch bei Brauner Telecom diesen Monat Trumpf. Wer sich bis Ende März für das Angebot "DSL-Flat & Telefon-Flat Deutschland" entscheidet, zahlt in den ersten sechs Monaten nur 4,95 Euro, anschließend werden dann 14,95 Euro fällig. Die DSL-Flatrate ist für die Bandbreiten T-DSL 1.000 bis 16.000 zu haben. Die Telefonie-Pauschale gilt hier für alle Telefonate ins deutsche Festnetz. Alternativ gibt es die "DSL-Flat & Telefon International-Flat" für monatliche 34,95 Euro, bei der alle Telefonate in insgesamt 25 internationale Festnetze inklusive sind. Gespräche zu den inländischen Mobilfunknetzen werden mit 19 Cent pro Minute abgerechnet. Die Einrichtungsgebühren für den T-DSL Anschluss betragen für beide Angebote bei T-DSL 1.000 einmalig 69 Euro, bei T-DSL 2.000 sind es 49 Euro, T-DSL 6.000 gibt es für 29 Euro und T-DSL 16.000 wird kostenlos angeschlossen. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate.
Alle Ortsnetze im Angebot
Freenet fährt diesen Monat – abgesehen von den neuen DSL-Paketen mit VoIP – nicht auf der Preis-, sondern der Serviceschiene und führt neue Funktionen ein. So erhalten alle Kunden mit Iphone Plus, Easy, Flat und Freeway nun einen kostenlosen, netzbasierten Anrufbeantworter pro Rufnummer inklusive, der individuell konfigurierbar ist und per Kurzwahl abgerufen werden kann. Darüber hinaus stehen in diesen Tarifen ab sofort jedem Nutzer drei Ortsnetzrufnummern kostenlos zur Verfügung. Freenet hat zudem die Vorwahlbereiche erweitert, so dass jetzt alle rund 5.200 Ortsnetze Deutschlands verfügbar sind. Zudem sind jetzt weitere Auslandsziele sowie Sonderrufnummern ins Angebot aufgenommen worden. Damit hat Freenet die Auslandsziele auf insgesamt 239 Länder ausgebaut, womit vor allem zusätzliche Destinationen in Vorderasien und Afrika erreichbar sind. Auch Nutzer von CityRuf, Satellitendiensten und Pager-Diensten sowie die Auskunftsdienste 11880, 11833, 11836 und 11837 können ab sofort über den Iphone-Account angerufen werden. Zur deutschen 032-Internetvorwahl und den entsprechenden Teilnehmerkennungen +43 720 und +43 780 aus Österreich können jetzt ebenfalls Gespräche geführt werden.
Günstigere Tarife und Rufnummern
Bei 24x7 Business-Service gibt es von Preisänderungen zu berichten. Ab sofort gelten hier neue Preise für Anrufe zum Mobilfunk. Statt der vorher gültigen 17,50 Cent pro Minute, kosten Telefonate zu den inländischen Handynetzen jetzt nur noch 14,90 Cent pro Minute. Darüber hinaus gibt es den Standardanschluss nun ohne Grundgebühr und ohne Mindestumsatz. Die vorher enthaltenen 120 Freiminuten werden im Gegenzug gestrichen. Zudem kann für einmalig 29 Euro ein kompletter Anschluss zu 24x7 Business-Service portiert werden. Vorher war es nur möglich, für einmalig 19 Euro einzelne Rufnummern umzuziehen. Die Bereitstellung je 0800-Rufnummer kostet jetzt nur noch 39 Euro, statt 59 Euro. Die monatliche Grundgebühr beträgt hier fünf Euro, acht Euro werden inklusive Rufnummerübermittlung bei abgehenden Gesprächen fällig. Bis zum Samtstag, 31. März, erhalten Neukunden hier 1.000 Freiminuten für den SIP-Account als Routingziel. Diese Freiminuten gelten für die drei Monate. In dieser Zeit fallen auch keine Mindestumsätze an. Auch bei Sipkom dreht es sich diesen Monat um günstigere Preise: Der Anbieter aus Südafrika reduziert ebenfalls die Gesprächskosten in die deutschen Mobilfunknetze. Statt der vorher gültigen 15 Cent pro Minute, kosten Telefonate zu inländischen Handys jetzt nur noch 12,90 Cent pro Minute. Die Taktung bleibt weiterhin minutengenau. Neu sind aber auch einige Servicerufnummern, die jetzt über den Sipkom-Account erreichbar sind. So können jetzt auch die Auskunftsnummern 11880, 11833 und 11818 angerufen werden, der Minutenpreis ist mit 1,49 Euro etwas höher als im Festnetz. Ebenfalls neu unter den Zielen: Die 0137-Vorwahlen sind jetzt zu Minutenpreisen zwischen 17 Cent und 1,25 Euro erreichbar. Ein Anruf auf die Vorwahl 0138 wird mit 18 Cent pro Minute abgerechnet. Auch hier ist die Taktung minutengenau.
Bunte Mischung Neuigkeiten
Bei Vortel steht eine bunte Mischung Neuigkeiten an. So sind die Tarife für die fünf eher exotischen Ziele Chile, China, Haiti, Puerto Rico und die Turks & Caicosinseln günstiger geworden. Auch haben die Berliner neue Auslandsnummern im Angebot: Kunden können auf Wunsch nun auch Rufnummern aus El Salvador, Indien, Malaysia, Slowakei und Slowenien erhalten. Insgesamt hat Vortel damit Rufnummern aus 49 Ländern im Angebot. Darüber hinaus sind nun Hongkong, zwei neue Städte in Argentinien, Brasilien und Portugal sowie vier neue Orte in Italien verfügbar. Damit sind bei Vortel 7.000 internationale Ortsvorwahlen erhältlich. Zu guter Letzt hat Vortel mit vier Linksys-Geräten und drei Snom-Telefonen neue Hardware zertifiziert, um damit die volle Funktionsfähigkeit der Geräte mit dem eigenen VoIP-Service zu garantieren.
Alle Ortsnetze verfügbar
Um Rufnummern dreht es sich auch bei Strato: Wie bereits berichtet, bieten die Berliner jetzt ebenfalls alle deutschen Vorwahlbereiche für Iphone-Nutzer an. Damit hat jeder Kunde jetzt die Möglichkeit, bis zu drei "echte" Ortsnetznummern für jeden inländischen Vorwahlbereich zu erhalten, um zu günstigen Festnetz-Konditionen erreichbar zu sein. Neukunden erhalten die Rufnummern kostenlos und automatisch, Bestandskunden können sie im persönlichen Kundenbereich aktivieren. Bei der Freenet-Tochter ist das VoIP-Angebot bei der eigenen DSL-Flatrate inklusive. Mit "Iphone Basic" steht aber auch ein Provider-unabhängiges VoIP-Produkt zur Auswahl. Webhosting-Kunden erhalten ab PowerWeb zusätzlich 100 Freiminuten im Monat für Telefonate ins deutsche Festnetz. Ist das Kontingent aufgebraucht, zahlen sie hierfür 1,20 Cent pro Minute. Der Neuling Pink VoIP hat sich wieder was einfallen lassen, um Kunden zu gewinnen. Wer sich im März für den Anbieter mit der auffälligen Farbe entscheidet und sein Prepaid-Konto beim ersten Mal mit mindestens 50 Euro auflädt, erhält eine Ortsnetznummer geschenkt. Das Angebot gilt für alle Tarife, es ist also egal, ob sich der Kunde für den kostenlosen Account "Pink Free" oder für eines der Angebote mit monatlicher Grundgebühr, "Pink Pro", "Pink deLuxe" oder "Pink Business" entscheidet. Allerdings ist das Einsteigerangebot beschränkt. Nur bis zum 31. März kommen Neukunden in den Genuss dieser Sonderaktion. Noch bis zum 12. März erhalten Neukunden außerdem bei Anmeldung für einen der kostenpflichtigen Tarife eine Eintrittskarte für die CeBIT, wenn sie ihr Guthaben-Konto mit mindestens 25 Euro ausstatten.
SMS online zum Einheitspreis
Terrasip startet mit einem neuen Service für seine Kunden in den Monat. Die Spanier bieten registrierten Nutzern nun die Möglichkeit, direkt von der Website des Anbieters aus SMS mit bis zu 160 Zeichen zu versenden. Dazu stellt Terrasip online ein Eingabeformular zur Verfügung, in das Zielrufnummer und Text eingegeben werden. Auf Wunsch kann der Kunde zusätzlich eine Rufnummer für die Antwort angeben. Massenaussendungen sind ebenfalls möglich, indem mehrere Zielrufnummern durch Kommata getrennt angegeben werden. Die Nutzung des Services wird mit 4,90 Cent pro Kurznachricht in Rechnung gestellt. Der Preis ist für alle Ziele weltweit gleich. Eine Grundgebühr oder Mindestumsatz fallen nicht an. Die Kosten für den Versand werden vom Guthabenkonto des Kunden abgezogen. Außerdem plant Terrasip, SMS bald auch per WAP anzubieten. Noch in diesem Jahr soll die Software dazu marktreif werden.
Top-Hardware im Sonderangebot
Bei Sipgate sind die Preise im Sinkflug, allerdings nicht bei den Tarifen, sondern der passenden Hardware. Die Düsseldorfer senken den Preis für das neue All-in-One-Gerät von AVM, das Fritz!Fon 7150. Statt der vorher geltenden unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers von 249 Euro, verlangt Sipgate jetzt nur noch 199 Euro. Zusätzlich können Kunden sparen, die einen Jahresvertrag in den Tarifen "Sipgate Flat", "Sipgate Plus" oder "Sipgate Plus Flat" abschließen. Für sie reduziert sich der Kaufpreis noch mal auf 169 Euro. Hinzu kommen die bei Sipgate üblichen 6,95 Euro Versandkosten. Das Gerät ist WLAN-Router, DSL-Modem, DECT-Telefon für VoIP und Festnetz sowie Anrufbeantworter in Einem. Es können bis zu sechs schnurlose Telefone angemeldet werden, schnurgebundene Analog- oder ISDN-Geräte sind hingegen nicht anschließbar. Im Hause Skype gibt es einen neuen Tarif zu vermelden. Wie bereits berichtet, bieten die Luxemburger jetzt mit "Skype Pro" eine Quasi-Flatrate für monatlich 2,30 Euro an. Kunden zahlen damit nur noch eine Verbindungsgebühr von 4,50 Cent pro Gespräch ins heimische Festnetz, Minutenpreise fallen hierfür nicht mehr an. In unserem Interview nannte Skype-Vizepräsident und Produktmanager Stefan Öberg das neue Angebot verlockend. Außerdem finden sich neue Hardware-Angebote im Skype-Shop: So bieten die Luxemburger beispielsweise das Philips VOIP841 für 179 Euro an, also rund 20 Euro weniger als die unverbindliche Preisempfehlung. Ebenfalls neu im Sortiment ist das DUALphone 3088 der RTX Telecom für 139 Euro, statt des empfohlenen Verkaufspreises von 159 Euro. Beim Philips sind bis zu zehn, beim RTX bis zu fünf Stunden Gesprächszeit inklusive.
Faxe und mobile Nutzung im Test


Weiterhin in der Testphase befindet sich der Fax2Mail-Service von PBX-network. Das Angebot ist in der Einführungsphase kostenlos, der Absender zahlt die normalen Telefongebühren. Jetzt ist es für angemeldete Kunden auch möglich, Faxe aus dem Webportal heraus zu versenden. Ebenfalls neu: PBX-network steht jetzt auch mobil zur Verfügung. Das Angebot PBX-Mobile ist als Web Applikation im Test. Über eine spezielle URL können Kunden unterwegs auf ihren Account zugreifen und Rufnummern aus ihrem Adressbuch wählen. Die Verbindung wird dabei in beide Richtungen über PBX-network hergestellt. Zudem ist die Website des Anbieters auskunftsfreudiger geworden. So können online jetzt unter anderem die verfügbaren Ortsnetze und Auslandsnummern abgefragt werden.
Parallelruf und virtuelle TK-Anlage
Wer bei Pepphone Kunde ist und einen der angebotenen Business-Tarife oder die Doppelflat nutzt, kann sich jetzt über eine bessere Erreichbarkeit freuen. Bei diesen Angeboten ist nämlich nun ein Parallelruf möglich. Damit können eingehende Anrufe gleichzeitig auf mehreren Pepphone-Nebenstellen signalisiert werden. Wo das Telefonat zuerst entgegen genommen wird, kann dann mit dem Anrufer gesprochen werden.
Für Geschäftskunden hat Probstei Telekom jetzt was Neues auf Lager. Ab sofort gibt es hier eine virtuelle TK-Anlage, mit der mehrere Niederlassungen per Internet verbunden werden können, egal wo sie sich befinden. Dabei können verschiedene VoIP-Anbieter hinterlegt werden. Außerdem wird angezeigt, wer von den aufgeschalteten Teilnehmern gerade telefoniert. Wird die Anlage beispielsweise mit Outlook gekoppelt, kann aus dem Terminkalender die Nebenstelle automatisch auf abwesend gesetzt und bei eingehenden Telefonaten die hinterlegten Kontaktdaten des Anrufers angezeigt werden.

(Aleksandra Leon)

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