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VoIP als Killerapplikation für WLAN Hotspots

Weltweit sprießen an jeder Ecke die WLAN Hotspots. Eine Befragung des WLAN-Service Providers Trustive gibt Aufschluss über Nutzung und Zukunft.

17.05.2006, 14:37 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Weltweit sprießen an jeder Ecke die WLAN Hotspots und ihre Betreiber schauen positiv in die Zukunft: sie erwarten ein durchschnittliches Wachstum von rund 38 Prozent in 2006 für die Zahl der betriebenen Hotspots. Das ergab die Onlineumfrage "WLAN Roaming Research 2006", bei der sich 100 Hotspotbetreiber mit über 44.000 Hotspots in Europa, Asien und in den USA beteiligt haben. Die Untersuchung führte das niederländische Unternehmen Trustive durch, ein so genannter Hotspot Aggregator, der einen einheitlichen Zugang zu Hotspots verschiedener Betreiber bietet. Trustive-Kunden können mehr als 11.000 Hotspots in rund 50 Ländern in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und auf dem amerikanischen Kontinent nutzen.
Roaming, aber bitte mit Standard
Besonders die Möglichkeit, sich mit anderen Hotspots zusammenschließen zu können, spielt für die Betreiber eine wichtige Rolle. Schließlich will kaum ein Kunde für jeden einzelnen Hotspot eigene Zugangsberechtigungen erwerben. Rund 80 Prozent der Befragten gaben an, mindestens eine Roamingvereinbarung mit einem Hotspotaggregator zu haben. Zudem beziehen sie fast 20 Prozent ihres Umsatzes aus Roaming. Problematisch war hier bislang aber die Unterstützung unterschiedlicher Roaming-Standards. Hier scheinen sich die Betreiber nur langsam einig: Ende 2006 sollen rund 78 Prozent WISPr-kompatible Hotspots etwa 23 Prozent IRAP-kompatible gegenüberstehen. Während WISPr durch die WiFi-Allianz als Standard zur Hotspot-übergreifenden Übergabe festgelegt wurde, stammt IRAP aus dem Hause Intel.
VoIP bringt Hotspots voran
Als die Killerapplikation für die Zukunft sehen die Befragten VoIP: 36 Prozent der Betreiber glauben, dass die Internet-Telefonie ihre Hotspots in den nächsten zwölf Monaten voranbringen wird. Am häufigsten finden sich Hotspot-Standorte laut Trustive-Befragung zu 31 Prozent in Hotels und zu 29 Prozent in Cafés und Restaurants. Die Niederländer finden sich mit 45 Prozent auch unter den drei führenden Hotspotaggregatoren, vor iPass mit 43 Prozent und Boingo mit 33 Prozent. Von diesen dreien stammen auch die am meisten unterstützten Smart Clients. Die durchschnittliche Sitzungsdauer beträgt 35 Minuten. Rund 72 Prozent der Befragten loggen sich durchschnittlich mindestens zehn Mal pro Tag und Hotspot ein, 36 Prozent der Befragten geben mindestens 50 Sitzungen pro Hotspot an.

(Aleksandra Leon)

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