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Vodafone: Zweites Pilotprojekt für Funk-Internet

Nach dem Feldversuch in Baden-Württemberg wird auch in Sachsen bis Mitte 2010 die Alltagstauglichkeit von mobilem Breitband getestet. Die Technik kommt von Ericsson.

24.07.2009, 16:41 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Die Zeit drängt: das Jahr 2010, in dem der Startschuss für die Nutzung der sogenannten Digitalen Dividende gegeben werden soll, rückt näher. Mobile, schnelle Internetzugänge sollen dann per Mobilfunk über freigewordene Rundfunkfrequenzen realisiert werden. Ein erstes Pilotprojekt zum mobilen Funk-Internet hatten Ericsson, führender Anbieter von Mobilfunktechnologien, sowie der DSL-Provider und Mobilfunknetzbetreiber Vodafone bereits im April in den Gemeinden Bopfingen und Unterschneidheim in Baden-Württemberg gestartet. Ein zweiter Test läuft ab dem 24. Juli nun in Sachsen.
50 Testhaushalte in Sachsen
Im sächsischen Oberwiesenthal läuft der Feldtest für mobiles Breitband in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit. Beide Pilotprojekte sollen die Alltagstauglichkeit der Funktechnologie in ländlichen Regionen aufzeigen. Während in Sachsen 50 Testhaushalte und Unternehmen von Ericsson mit mobilen Breitband-Routern ausgestattet werden, nehmen in Baden-Württemberg 100 Interessierte an dem Test teil. Die genutzten Geräte entsprechen den Modellen, die bereits schon in Australien erfolgreich im Einsatz sind. Neben den Funkmodems kommt auch die HSPA-Systemtechnik von Ericsson. Diese erlaubt Downloads mit einer Bandbreite von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und Uploads mit bis zu zwei Mbit/s.
Funksystem hat größere Reichweite als UMTS
Für die Tester ist der Zugang ins Internet während der bis Mitte 2010 laufenden Feldversuche kostenlos. Das Nutzungsverhalten der Teilnehmer wird ausgewertet, um daraus Schlüsse über die benötigte Netzleistung zu ziehen. Die Reichweite des Funksystems, das im niedrigen Frequenzbereich bei 850 Megahertz im Kanal 65 arbeitet, biete laut Ericsson eine höhere Reichweite als die für UMTS genutzten 2,1-Gigahertz-Frequenzen. Das ganze System würde dadurch günstiger: Es sind weniger Antennenstandorte nötig, um auch ländliche Gebiete zu versorgen.

(Jörg Schamberg)

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