News

Vodafone: Zauberwort Quadruple Play

Festnetzsparte Arcor gewinnt zunehmend an Bedeutung, um Festnetz, Mobilfunk, Internet und Fernsehen aus einer Hand anbieten zu können.

09.04.2006, 11:01 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Dass Vodafone sich neu aufstellen möchte, um auf die nahende Marktsättigung in Europa zu reagieren, ist seit dem vergangenen Donnerstag Gewissheit. Vom Tisch ist auch der einst geplante Verkauf der deutschen Festnetzsparte Arcor. Sie könnte vielmehr fester Bestandteil von Vodafone werden. Künftig will der britische Mobilfunkanbieter auf Quadruple Play setzen: Festnetz-, Mobilfunktelefonie, Internet und Fernsehen aus einer Hand.
Führende Marktbeobachter sind sich einig, dass mit nur einer Sparte kaum noch ein Kunde langfristig zu binden und kein zusätzlicher Gewinn zu erwirtschaften ist. Der deutsche Manager Thomas Geitner wurde von Vodafone-Boss Arun Sarin nun damit beauftragt, den neuen Geschäftsbereich "Neue Dienste" nach vorn zu treiben.
Kauft Vodafone weitere Arcor-Anteile?
Damit Vodafone die Festnetz-Sparte um Arcor künftig allein kontrollieren kann, ist eine Mehrheit von über 75 Prozent der Anteile notwendig. Die "WirtschaftsWoche" berichtet unter Berufung auf Bahn-Kreise, dass bei der Deutschen Bahn auf entsprechende Angebote seitens Vodafone gewartet wird. "Entweder wir verkaufen mit Vodafone zusammen, oder Vodafone nimmt uns die restlichen Anteile ab", zitiert das Magazin einen Informanten.
Die Deutsche Bahn hält aktuell 18,2 Prozent der Arcor-Anteile, die Deutsche Bank 8,2 Prozent. Bei einem Arcor-Gesamtwert von über zwei Milliarden Euro seien allein die Bahn-Anteile mindestens 350 Millionen Euro wert.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang