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Vodafone verliert 1,21 Millionen Mobilfunkkunden - Auch die DSL-Kundenzahl ist rückläufig

Rückläufige Kundenzahlen, stagnierender Umsatz: Vodafone hat an verschiedenen Fronten zu kämpfen. Positiv: es gibt mehr LTE-Kunden.

07.02.2013, 11:00 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Diese Zahlen dürften in der Vodafone-Chefetage für alles andere als Begeisterung sorgen. Der Telekommunikationsanbieter hat in Deutschland viele DSL- und noch mehr Mobilfunkkunden verloren. Außerdem wenig erfreulich: der Umsatz stagniert. Das geht aus den am Donnerstag vorgelegten Geschäftszahlen für das vierte Jahresquartal hervor, das bei Vodafone dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 entspricht.

Hoher Kundenverlust

Demnach standen bei Vodafone Ende Dezember vergangenen Jahres nur noch 3,21 Millionen DSL-Kunden unter Vertrag – ein Rückgang um 230.000 gegenüber Ende Oktober. Noch weit dramatischer ist der Kundenverlust in der Mobilfunksparte. Hier musste Vodafone aufgrund der Ausbuchung inaktiver Prepaid-Karten einen Verlust von 1,21 Millionen Kunden verkraften. Zum Stichtag Ende Dezember standen nur noch 33,89 Millionen Mobilfunk-Kunden unter Vertrag; davon rund 54 Prozent Prepaidkunden. Bitter: insgesamt musste Vodafone im vergangenen Jahr einen Rückgang von 3,74 Millionen Kunden wegstecken.

Langsam in Fahrt kommt hingegen das LTE-Geschäft. Bereits 283.000 Kunden nutzen einen LTE-Tarif als DSL-Ersatz in den heimischen vier Wänden. Hinzu kommen 135.000 Smartphones, in denen eine LTE-fähige SIM-Karte steckt.

Der Umsatz stagniert

Finanziell hat Vodafone das vierte Quartal im Jahresvergleich hierzulande mit einem Umsatzplus von 0,4 Prozent abgeschlossen und insgesamt 2,46 Milliarden Euro umgesetzt. Der Service-Umsatz ging im 0,2 Prozent auf 2,23 Milliarden Euro zurück, wobei allein das Mobilfunk-Geschäft 1,71 Milliarden Euro beisteuerte. Der Daten-Umsatz ohne SMS und MMS liegt inzwischen bei 29,7 Prozent des Mobilfunk-Service-Umsatzes.

"In der Branche drückt starker Wettbewerb auf die Umsätze und eine Regulierungsentscheidung (Absenkung der Terminierungsentgelte, Anm. d. Red.) hat erneut massiv Geld aus dem Markt gezogen. In diesem Umfeld haben wir uns ordentlich behauptet", sagt Vodafone-Chef Jan Schulte-Bockum. Dem wachsenden Interesse an mobilen Datentarifen ist Vodafone mit der Einführung neuer Red-Tarife begegnet. Sie beinhalten auch LTE-Geschwindigkeiten und eine Reihe anderer Inklusivleistungen.

Konzernweit konnte die Vodafone-Gruppe Ende Dezember auf 403,31 Millionen Kunden blicken - rund 4 Millionen weniger als drei Monate zuvor.

(Hayo Lücke)

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