Planungen

Vodafone und Unitymedia: So sollen die Netze zusammenwachsen

Nach der Übernahme von Unitymedia durch Vodafone steht die Netzintegration des Kölner Kabelnetzbetreibers an. Wie diese ablaufen soll und wie der Stand der Planungen ist, erklärten die technischen Leiter von Vodafone und Unitymedia.

Vodafone Unitymedia NetzDas Unitymedia-Netz wird schrittweise in das Vodafone-Netz integriert.© Vodafone GmbH

Düsseldorf/Köln - Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia (Angebote von Unitymedia) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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ist seit Anfang August 2019 Teil von Vodafone, seit Anfang September ist dies auch in den Shops und auf der Unitymedia-Homepage nach außen hin sichtbar. Zudem gibt es erste Willkommensangebote für Unitymedia-Kunden. Doch wie geht die Integration von Unitymedia in den Vodafone-Konzern nun weiter und was bedeutet dies für die Kunden? Dazu nahmen am Montag im Rahmen einer Presse-Telefonkonferenz Gerhard Mack (Vodafone) und Dieter Vorbeck (Unitymedia), die technischen Leiter der beiden Kabelnetzbetreiber, Stellung.

Gigabit-Ausbau und das Zusammenschließen von Netzen

Gerhard Mack, Technikchef von Vodafone Deutschland, erläuterte, dass der jetzige erste Schritt des Zusammenwachsens, das gemeinsame Anbieten von Produkten beider Anbieter in den Vodafone- und Unitymedia-Shops, monatelang vorbereitet wurde. 670 Shops seien umgestaltet worden. Es seien zudem 8.000 Produktschulungen für Mitarbeiter durchgeführt worden. Aktuell gebe es bundesweit rund elf Millionen gigabitfähige Kabelanschlüsse. Davon seien 9,5 Millionen im Vodafone-Kabelnetz sowie 1,6 Millionen im Unitymedia-Netz verfügbar. Bis Ende 2022 soll Gigabit-Speed für 25 Millionen Haushalte erhältlich sein. Auf der To-Do-Liste stehe der Gigabit-Ausbau, der Ausbau von Kapazitäten und das Zusammenschließen von Netzen.

Hagen wird im Herbst Gigabit-City - gesamtes Unitymedia-Netz soll gigabitfähig werden

Unitymedia habe laut Unitymedia-Technikchef Dieter Vorbeck beim Gigabit-Ausbau einen anderen Ansatz verfolgt als Vodafone. Während der Düsseldorfer Kabelnetzbetreiber Gigabit-Speed bereits großflächig in zahlreichen Städten und Bundesländern anbiete, hält Unitymedia bislang Download-Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s auf Basis von DOCSIS 3.1 erst in sechs sogenannten Gigabit-Cities bereit. Neben Bochum sind dies Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main sowie Mannheim und Heilbronn. Vorbeck kündigte an, dass am Herbst 2019 zudem Hagen als siebte Gigabit-City hinzukommen werde. Dort könnten dann 144.000 Haushalte mit bis zu 1 Gbit/s per Kabelnetz surfen. Es liefen aber Vorbereitungen, um das gesamte Unitymedia-Netz gigabitfähig zu machen.

Öffnung des Kabelnetzes für Telefónica nicht mehr 2019

Auf der technischen Seite werde es zudem etliche Verbesserungen des Netzes geben. Bis Ende 2020 seien 700 Netzsegmentierungen geplant. Dadurch rücke das Glasfaser näher zum Kunden. Kunden sollen von einer schnelleren Datenübertragung sowie einer besseren Qualität von Sprach- und Datendiensten profitieren. Es werde durch die geplante Öffnung des Kabelnetzes für Telefónica mehr Kabelkunden geben. Hier stecke man aber noch mitten in den Vorbereitungen. Eine Netzöffnung für Telefónica werde nicht mehr in diesem Jahr realisiert. Was das Zusammenwachsen im TV-Bereich angeht, so sei man ebenfalls noch in der Planung. Die heutigen Horizon-Kunden würden "über kurz oder lang" auf eine gemeinsame neue Plattform gebracht werden. Aber auch dies werde nicht mehr 2019 erfolgen.

Vodafone Gigabit-Router löst Connect Box als Standardrouter für Unitymedia-Neukunden ab

Dagegen soll ein DOCSIS 3.1-fähiger Vodafone-Router bis Ende 2019 als Standardrouter für Unitymedia-Neukunden eingeführt werden. Der Vodafone-Router ersetze die Connect Box von Unitymedia. Die WiFiSpots genannten WLAN-Hotspots von Unitymedia seien derzeit noch nicht kompatibel mit den HomeSpots von Vodafone. Es werde aber an einem gemeinsamen großen WLAN-Netz gearbeitet. Die "PureMobile"-Mobilfunk-Tarife von Unitymedia, die im Mobilfunknetz von Telefónica Deutschland realisiert werden, sollen zunächst weiter angeboten werden. Hinzu kommen dann zusätzlich Vodafone-Mobilfunktarife.

Marke Unitymedia verschwindet mittelfristig

Die Marke Unitymedia selbst werde es mittelfristig nicht mehr geben. Die Marke Vodafone habe bundesweit eine größere Strahlkraft. Für das Verschwinden von Unitymedia als Marke gebe es aber noch kein genaues Datum.

Informationen zu dem Angeboten von Unitymedia gibt es online unter www.unitymedia.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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Jörg Schamberg

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