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Vodafone und Telekom: Kein Datenzugriff für ausländische Geheimdienste

Vodafone Deutschland und die Deutsche Telekom bestreiten energisch eine Zusammenarbeit bei Abhöraktionen ausländischer Geheimdienste. Private Telekommunikationsanbieter sollen laut Dokumenten von Edward Snowden stärker in die Abhöraktionen verwickelt sein.

02.08.2013, 15:24 Uhr (Quelle: DPA)
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Vodafone Deutschland und die Deutsche Telekom habe jede Beteiligung an Abhöraktionen ausländischer Geheimdienste strikt zurückgewiesen.

"Keine Programme für ausländische Dienste"

"Die Telekom gewährt ausländischen Diensten keinen Zugriff auf Daten sowie Telekommunikations- und Internetverkehre in Deutschland. Wir entwickeln auch keine Programme für ausländische Dienste", sagte ein Telekom-Sprecher am Freitag in Bonn.

"Der Schutz der Kundendaten hat bei Vodafone oberste Priorität", sagte ein Vodafone-Sprecher. Das Unternehmen gebe niemals Kundendaten weiter, es sei denn, es gebe dazu eine rechtliche Verpflichtung. In solchen seltenen Ausnahmefälle - etwa zur Verbrechensbekämpfung - sei aber eine gerichtliche Anordnung erforderlich.

Private Telekommunikationsanbieter sind nach einem Medienbericht noch stärker in die Abhöraktionen ausländischer Geheimdienste verwickelt als angenommen. Der britische Geheimdienst GCHQ etwa, ein enger Partner des US-Dienstes NSA, arbeite beim Abhören des Internetverkehrs mit sieben großen Firmen zusammen, berichten "Süddeutsche Zeitung" (Freitag) und NDR. Sie berufen sich auf Dokumente des Whistleblowers Edard Snowden, die beide Medien einsehen konnten. Die Dokumente von 2009 nennen neben den internationalen Unternehmen British Telecom, Verizon und Vodafone auch die Netzwerkbetreiber Level 3 Interoute, Viatel und Global Crossing.

(Jörg Schamberg)

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