CES

Vodafone und Here entwickeln 5G-Atlas für autonomes Fahren

Vodafone Deutschland und der Kartendienst Here arbeiten künftig bei der Entwicklung eines neuen, hochpräzisen Kartendienstes für selbstfahrende Autos zusammen.

StauSelbstfahrende Autos sind auf hochpräzise Karten wie die vom Anbieter Here angewiesen.© chris m. / Fotolia.com

Las Vegas/Berlin - Vodafone Deutschland und der Kartendienst Here haben am Mittwoch auf der Technikmesse CES in Las Vegas eine umfassende Partnerschaft vereinbart. "Gemeinsam mit Here entwickeln wir den 5G-Atlas fürs autonome Fahren", sagte Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland. In ihm kämen hochpräzise Karten mit Echtzeit-Vernetzung zusammen.

Neuer Kartendienst: Änderungen in Echtzeit

Here-Europachef Stefan Hansen sagte, sein Unternehmen werde zusammen mit Vodafone daran arbeiten, "das Potential der reichhaltigen Datenmengen, die unsere Städte, Autos und Transportsysteme generieren, zu nutzen und in potente Dienste umzuwandeln, die die Lebensqualität verbessern".

Experten von Vodafone und Here werden künftig einen neuartigen Kartendienst testen, bei dem Änderungen in Echtzeit eingepflegt werden. Das Test-Netz in Aldenhoven westlich von Köln soll in naher Zukunft schon in der fünften Mobilfunkgeneration (5G) mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde und Latenzzeiten von weniger als 10 Millisekunden funken. Das 5G Mobility Lab von Vodafone soll einer der ersten Orte werden, an denen 5G in Deutschland zum Einsatz kommt. Dort soll auch getestet werden, wie Mobilfunksignale Autounfälle mit Fußgängern vermeiden und Fahrzeuge in Echtzeit untereinander Daten austauschen können.

Roboterautos benötigen hochpräzise Karten

Here ist ein Entwickler und Anbieter von cloudbasierten Kartendiensten. Hochpräzise digitale Karten gelten als eine entscheidende Voraussetzung für den Betrieb von Roboterautos und digitale Service-Angebote im Fahrzeug. Die deutschen Premiumautohersteller hatten Here deshalb 2015 für mehr als 2,5 Milliarden Euro dem finnischen Netzwerkausrüster Nokia abgekauft. Es geht dabei auch darum, die Unabhängigkeit von anderen großen Kartenanbietern wie Google, Apple und TomTom zu sichern. Inzwischen ist an Here unter anderem auch Intel beteiligt. Die Idee ist, eine große Branchen-Allianz zu schmieden.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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