Forschungsstudie

Vodafone und Ericsson: Stress durch Verzögerungen im Mobilfunknetz

Wie reagieren Kunden auf Störungen im Mobilfunknetz? Im Rahmen einer Studie von Ericsson und Vodafone zeigte sich, dass bereits Verzögerungen von nur einer Sekunde für einen erhöhten Stresspegel bei den Testteilnehmern sorgte.

Jörg Schamberg, 21.02.2017, 10:31 Uhr
Smartphone Ärger© Minerva Studio / Fotolia.com

Düsseldorf – Die Mobilfunknetzbetreiber beschleunigen ihre Netze dank LTE immer weiter. Doch wie reagieren Kunden auf zeitliche Verzögerungen im mobilen Breitbandnetz? Dieser Frage gingen Ericsson und Vodafone Deutschland (www.vodafone.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) im Rahmen eines in dieser Woche abgeschlossenen Forschungsprojekts nach. Für die Studie wurde die Hirnaktivität von 150 Probanden mit Hilfe einer Elektroenzephalographie (EEG) gemessen, während die Servicequalität des Mobilfunknetzes künstlich herabgesetzt wurde. Zum Einsatz kamen auch Augenbewegungsmesser und Pulsmesser zur Messung der Aufmerksamkeitsspanne und der Herzfrequenz der Testpersonen.

Verzögerung von einer Sekunde führt bereits zu erhöhtem Stresspegel

Die Teilnehmer der Studie sollten innerhalb von zehn Minuten 13 alltägliche Aufgaben wie Surfen im Internet, Streamen von Videos und das Hochladen von Selfies erledigen. Dabei hätte sich gezeigt, dass bereits eine Verzögerung von zwei Sekunden beim Hochladen eines Selfies in Facebook bei den Smartphone-Nutzern Stress erzeuge. Einen erhöhten Stresspegel verursachte zudem eine Verzögerung von nur einer Sekunde beim Laden von Videos.

Negative Auswirkung auf Kundenbindung und Betreibermarke

"Die Studie zeigt, wie rasch Smartphone-Nutzer unzufrieden reagieren, wenn das Breitbandnetzwerk keine optimale Leistung bringt. Bereits eine Verzögerung von einer Sekunde beim Herunterladen oder Hochladen von Inhalten hat erhebliche Auswirkungen auf die Nutzererfahrung. Deshalb müssen Streaming-Dienste alles tun, um das langwierige Zwischenspeichern oder ein Einfrieren des Bildschirms zu verhindern", erklärt Guido Weißbrich, Director Network Performance, Vodafone Deutschland. Kleine Verzögerungen und Störungen würden sich unmittelbar negativ auf die Kundenbindung sowie die Betreibermarke auswirken. Zu diesem Ergebnis kamen die beiden Unternehmen nach Auswertung von Fragebogen, die den Testteilnehmern ergänzend vor und nach der Erledigung der Aufgaben vorgelegt worden waren.

Daten dienen der Optimierung von Netzwerken

"Uns liegen nun aussagekräftige Daten vor, die wir zur Optimierung und Entwicklung von Netzwerken zur Verbesserung der Kundenerfahrung bei der Nutzung beliebter Anwendungen heranziehen können", so der zuständige Ericsson-Manager Bradley Mead.

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