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Vodafone: Umsatz bricht um 5,1 Prozent ein - Weniger Mobilfunk- und DSL-Kunden

Der Telekommunikationsanbieter Vodafone hat für das erste Quartal des Finanzjahres 2013/2014 keine guten Zahlen vorgelegt. Der Service-Umsatz sank um 5,1 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro, die Kundenzahlen gingen um bis zu 10 Prozent zurück.

19.07.2013, 10:41 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Der Telekommunikationsanbieter Vodafone hat für das erste Quartal des Finanzjahres 2013/2014 keine guten Zahlen vorgelegt. Der Service-Umsatz sank im Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni um 5,1 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro, bereinigt um den Regulierungseffekt sind es nur minus 2,8 Prozent. Vodafone nennt als Grund für diesen Einschnitt ein aggressives Wettbewerbsumfeld und die Folgen geänderter Regulierungsbedingungen.

Kundenverluste bei Mobilfunk und DSL

Wichtigster Bereich ist immer noch der Mobilfunk. Hier sank der Service-Umsatz um 4,8 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro, bereinigt um dem Regulierungseffekt sind es nur minus 2,3 Prozent. Allerdings stieg der monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) um 5,6 Prozent. Doch dies erreichte Vodafone mit einem Trick, inaktive SIM-Karten wurden einfach abgeschaltet. Die Zahl der Vodafone-Mobilfunkkunden sank von rund 35,81 Millionen auf rund 32,24 Millionen, das ist ein Rückgang um 10,0 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahresquartal. Gemessen am vorherigen Quartal ist die Zahl der Vertragskunden jedoch leicht gestiegen.

Vodafone streicht allerdings heraus, dass der Umsatz im Datengeschäft um 6,8 Prozent gestiegen sei. Der Anteil der Smartphone-Nutzer stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 11,9 Prozentpunkte, sodass nun 38 Prozent aller Kunden ein intelligentes Mobiltelefon besitzen. Der Datenumsatz macht aber nur 32,1 Prozent des gesamten Service-Umsatzes aus – bei wachsender Tendenz (+3,6 Prozentpunkte).

Deutliche Verluste muss Vodafone bei der Zahl der DSL-Kunden verbuchen. Mit DSL von Vodafone surften im ersten Quartal dieses Jahres nur noch rund 3,08 Millionen Kunden, im gleichen Zeitraum des Vorjahres zählten die Düsseldorfer dagegen noch rund 3,35 Millionen DSL-Kunden. Das entspricht einem Rückgang um 8,1 Prozent.

LTE, Vodafone TV und Kabel Deutschland im Fokus

"Der Markt bleibt auch im 1. Quartal hart umkämpft. Wettbewerb und Regulierungsentscheidung fordern ihren Tribut. Wir reagieren darauf mit drei Maßnahmen: Mit unseren neuen Tarifen Smart und Allnet positionieren wir uns jetzt stärker im umkämpften Einsteiger Segment. Mit unseren Red Tarifen und ihren attraktiven Zusatzleistungen sorgen wir für stärkere Kundenbindung. Und über Partnerschaften mit Festnetz- und Fernsehanbietern stellen wir heute die Weichen für nachhaltiges Wachstum", so Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum.

Vodafone gibt bei der Vorstellung seiner Quartalszahlen auch einen Ausblick auf die Zukunft. Die neue Mobilfunktechnik Long Term Evolution (LTE) können mittlerweile 71 Prozent aller Großstädter nutzen, in ganz Deutschland sind es 51 Millionen Menschen. Die Zahl der Kunden, die LTE als Festnetzersatz nutzen, verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf annähernd 335.000.

Das Unternehmen will aber auch in anderen Bereichen wachsen. Vodafone wird VDSL- und Vectoring-Anschlüsse der Deutschen Telekom nutzen, um über diese schnelleren Internetzugänge das eigene IPTV-Angebot "Vodafone TV" anzubieten. Eine Kooperation mit dem Pay-TV-Sender Sky bringt dafür auch neue Inhalte. Über "Vodafone TV" oder mobil per Smartphone und Tablet lassen sich ab August alle Sky-Pakete beziehen. Durch die beabsichtigte Übernahme von Kabel Deutschland plant Vodafone das eigene Festnetz auszubauen.

(Peter Giesecke)

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