Freischaltung von Anschlüssen

Vodafone: Telekom behandelt Kunden bei Techniker-Terminen oft nicht gleich

Bevorzugt die Telekom eigene Kunden bei der Vergabe von Techniker-Terminen und behandelt Kunden der Konkurrenz ungleich? Das wirft zumindest Vodafone laut einem Zeitungsbericht der Telekom vor. Diese weist den Vorwurf zurück.

Jörg Schamberg, 16.08.2021, 12:11 Uhr
Telekom TechnikerTelekom-Techniker schalten den Anschluss von Kunden frei - auch für Vodafone-Kunden, die angemietete Leitungen der Telekom nutzen.© Deutsche Telekom AG

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vielfach noch angemietete Leitungen der Deutschen Telekom. Zur Schaltung der Anschlüsse ist der Einsatz eines Telekom-Technikers erforderlich. Laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" wirft Vodafone der Telekom vor, dass es mit Blick auf Techniker-Termine oft eine Ungleichbehandlung von Kunden gebe. Kunden der Konkurrenz würden benachteiligt.

Verzögerung der Anschlussschaltung: Kunden stornieren Bestellungen

Vodafone-Kunden müssten bei der Freischaltung eines neuen Internetanschlusses häufig lange oder gar vergeblich auf einen Telekom-Techniker warten. Telekom-Kunden würde dagegen schneller geholfen. Das erklärte Vodafone-Privatkundenchef Andreas Laukenmann gegenüber der Zeitung.

Die Telekom sei verpflichtet, die Kunden der Konkurrenz genauso wie eigene Kunden zu behandeln. In der Praxis sehe es aber vielfach anders aus. Vodafone will nun dagegen vorgehen. Der Düsseldorfer Festnetz- und Mobilfunknetzbetreiber habe sich schriftlich an Bundes- und Landespolitiker gewandt. Es komme teilweise zu Verzögerungen von mehreren Wochen bei der Bereitstellung von Anschlüssen. Vodafone will vor allem eins erreichen: Die Bundesnetzagentur soll bei der anstehenden Regulierungsverfügung für die Glasfasernetze entsprechende Vorgaben machen.

Die Verzögerung bei der Bereitstellung der Anschlüsse habe für Vodafone negative Folgen, da teilweise bereits bestellte Vodafone-Anschlüsse wieder von Kunden storniert wurden. Stattdessen seien sie kurz darauf von der Telekom mit Anschlüssen versorgt worden.

Telekom: Behandeln alle Kunden gleich

Die Telekom weist die Vorwürfe dagegen zurück. Stattdessen habe es eine "massive Verbesserung" bei den Leistungen für die Konkurrenz gegeben. Alle Kunden würden gleich behandelt. Vodafone könne alle Bereitstellungstermine jederzeit einsehen und buchen. Die Telekom verweist jedoch darauf, dass Vodafone noch nicht die erforderlichen technischen Voraussetzungen geschaffen habe, um die Schnittstelle zum Telekom-Computersystem vollständig nutzen zu können.

Vodafone will DSL-Kunden auf das eigene Kabelnetz migrieren

Vodafone selbst ist schon seit längerem bemüht, möglichst viele eigene DSL-Kunden zu einem Umstieg auf das eigene Kabelnetz zu bewegen. Denn während Vodafone für die Nutzung der Anschlussleitung eine monatliche Miete an die Telekom zahlen muss, entfallen diese Kosten beim eigenen Kabelnetz.

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