Weltpremiere

Vodafone steuert fahrerlosen Zug erstmals per 5G

Einen Zug ohne Fahrer aus der Ferne steuern? Dies lässt sich per Mobilfunkstandard 5G realisieren, wie Vodafone jetzt auf einer Teststrecke im Erzgebirge demonstrierte. Die 5G-Steuerung sei künftig etwa beim Gütertransport denkbar.

Jörg Schamberg, 17.09.2019, 10:47 Uhr
Vodafone Zug 5GDieser Zug von Thales wurde von Vodafone per 5G aus der Ferne gesteuert.© Vodafone GmbH

Düsseldorf - Der neue Mobilfunkstandard 5G erlaubt viele Einsatzszenarien. Darunter etwa auch die Steuerung eines fahrerlosen Zuges aus der Ferne. Dies demonstrierte der Mobilfunknetzbetreiber Vodafone Deutschland (Handytarife von Vodafone) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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am Dienstag auf dem Smart Rail Connectivity Campus im sächsischen Erzgebirge. Dabei handelte es sich nach Unternehmensangaben um eine Weltpremiere.

5G bietet geringe Latenzzeiten

Per 5G gesteuert wurde ein Zug von Thales. Im Erzgebirge hatte Vodafone zu diesem Zweck eine 5G-Station errichtet. Auf der Teststrecke für Zugverkehr werde eine Bandbreite von mehr als 500 Mbit/s ermöglicht. Die Latenzzeiten, die Verzögerung bei der Datenübertragung, liegen bei weniger als zehn Millisekunden. Die Nutzung führerloser Züge seien künftig etwa beim Gütertransport denkbar. "Wenn das Netz, wie hier auf der Teststrecke, in Echtzeit funkt, dann könnte so in Zukunft das Home Office für Zugfahrer Wirklichkeit werden", so Alexander Saul, Geschäftsführer Firmenkunden von Vodafone Deutschland.

Steuerbefehle werden in Echtzeit an den Zug übermittelt

Bei der Vodafone-Demonstration der 5G-Steuerung eines Zuges sitzt der Zugführer mehrere hundert Meter entfernt in einer originalgetreuen Steuerzentrale. Auf zwei Bildschirmen werde die Sicht aus dem Fahrerhäuschen sowie die Außenansicht des fahrenden Zuges angezeigt. Die Steuerbefehle würden per 5G direkt an den Zug in Echtzeit übermittelt. Verzögerungen gebe es auch beim Bremsen nicht. Das ist auch unabdingbar, denn auf den Gleisen liegende Gegenstände können ein plötzliches Bremsen erfordern.

Vodafone setzt auf die 5G-Technik Network Slicing und stellt für den Test ein separat zugeschnittenes 5G-Netz zur Verfügung. Die Daten würden außerdem unmittelbar vor Ort in einer Mobile Edge Cloud (MEC) verarbeitet. Weite Wege müssten die Daten so nicht zurücklegen. Der Start des 5G-Netzes von Vodafone war im Juli 2019 erfolgt. Inzwischen funken mehr als 50 Stationen in dem 5G-Netz des Düsseldorfer Mobilfunknetzbetreibers.

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