Breitband-Verfügbarkeit

Vodafone stellt rund 80 Prozent der Gigabit-Anschlüsse in Deutschland

Wie steht es um die Breitband-Verfügbarkeit in Deutschland und wie viele Haushalte haben bereits Zugriff auf Gigabit-Internet? Zahlen dazu liefert jetzt ein Kurzbericht des Bundesverkehrsministeriums zum Breitbandatlas.

Jörg Schamberg, 10.01.2020, 12:01 Uhr
Vodafone Ametsreiter Gigabit-RepublikVodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter sieht Vodafone als Treiber für Gigabit-Internet in Deutschland.© Vodafone GmbH

Die Zahl der Haushalte in Deutschland, die auf Gigabit-Internet zugreifen können, hat im vergangenen Jahr deutlich zugelegt. Laut einem vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur jetzt veröffentlichten Kurzbericht zum Breitbandatlas können in Deutschland 14,1 Millionen der 41,1 Millionen Haushalte bei Bedarf einen Internetanschluss mit Gigabit-Geschwindigkeit buchen. Damit hätten zum Stand Mitte 2019 34,1 Prozent aller deutschen Haushalten einen Zugang zu Internet mit bis zu 1 Gbit/s. Ende 2018 war die Gigabit-Verfügbarkeit erst für 27,3 Prozent der Haushalte gegeben. Darauf weist der Kabelnetzbetreiber Vodafone Deutschland am Freitag hin.

Vodafone bietet Gigabit-Internet für 11,3 Millionen Haushalte

Vodafone betont, dass der Düsseldorfer Konzern vier von fünf Gigabit-Anschlüssen in Deutschland liefere. Das Unternehmen sehe sich als treibende Kraft bei der Bereitstellung von Gigabit-Internet. Rund 11,3 Millionen Haushalte im gemeinsamen Netz von Vodafone und Unitymedia können Gigabit-Tarife buchen. Das seien mehr als 80 Prozent aller Haushalte, die bundesweit bereits an das Gigabit-Netz angeschlossen seien.

Bis 2022 will Vodafone bundesweit weitere 14 Millionen Kabelhaushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit versorgen. In allen Bundesländern werde das Kabelglasfaser-Netz des Anbieters auf Gigabit-Internet aufgerüstet und der neue Kabelstandard DOCSIS 3.1 eingebunden. Mittelfristig soll das Kabelnetz sogar auf bis zu 10 Gbit/s beschleunigt werden. Bis 2025 plant der Kabelnetzbetreiber zudem im Rahmen seines Projekts "GigaGemeinde" die Inbetriebnahme von rund einer Million Glasfaseranschlüssen in ländlichen Gemeinden. Alleine in diesem Jahr sollen es 175.000 sein. Außerdem werden mit "GigaGewerbe" mehrere tausend Gewerbegebiete an das Gigabit-Netz angeschlossen.

"Mit Schnecken-Internet bleibt uns das Tor ins Gigabit-Zeitalter verschlossen. Deshalb investieren und bauen wir so viel wie noch nie, weil die Netze in Deutschland besser und Gigabits zum Standard werden müssen", sagt Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter.

64,3 Prozent der deutschen Haushalte können 400 Mbit/s und mehr nutzen

Laut dem Kurzbericht zum Breitbandatlas steht eine Surfgeschwindigkeit von 400 Mbit/s und mehr für 64,3 Prozent aller Haushalte in Deutschland zur Verfügung. Mit 200 Mbit/s ins Internet gehen könnten 73,4 Prozent der deutschen Haushalte. Mindestens 100 Mbit/s ist für 81,8 Prozent aller deutschen Haushalte buchbar. Eine Download-Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s sei bundesweit für 90,2 Prozent der Haushalte erhältlich. Und einen Internetanschluss mit 16 Mbit/s und mehr könnten 94,6 Prozent der deutschen Haushalte buchen.

Aus der Untersuchung wird aber auch deutlich, dass Gigabit-Internet vor allem in Städten verfügbar ist, ländliche Gebiete haben das Nachsehen. Während Gigabit-Anschlüsse in 47,6 Prozent der Haushalte in Städten nutzbar waren, konnte nur 9,8 Prozent der Haushalte in ländlichen Regionen auf Gigabit zugreifen.

Betrachtet wurde auch die Verfügbarkeit von Breitband per Mobilfunk. 91,8 Prozent der deutschen Haushalte hatten Mitte 2019 Zugriff auf UMTS (3G), der Anteil der Haushalte mit Zugriff auf LTE (4G) lag bei 97,7 Prozent.

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