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Vodafone setzt auf Multimedia statt Billigmarke

Nachdem die Telekom ihre Marke congstar gestartet hat, spricht sich der Mobilfunker Vodafone klar gegen eine solche Billig-Strategie aus.

18.07.2007, 11:31 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Nachdem die Deutsche Telekom AG ihrer ehemaligen Billigmarke "congster" eine Rundum-Überholung verpasst und "congstar" gestartet hat, spricht sich der Mobilfunk-Provider Vodafone in einem Interview mit der Rheinischen Post (RP) ganz klar gegen eine solche Strategie aus.
Kannibalisierung der Kernmarke
So antwortete Vodafone-Chef Friedrich Joussen auf die Frage, ob ihn die neue Marke der Telekom kalt lasse: "Ich halte nichts von Mehr-Marken-Strategien". Eine Billig-Marke könne gefährlich sein, wenn sie die Kernmarke kannibalisiere, heißt es weiter in der Mittwochsausgabe der Zeitung.
Als Gegenpol zu der ganzen Billig-Diskussion sieht Joussen den wachsenden Multimedia-Bereich auf dem Handy. Als Zukunftstrend nannte er ein neues Verkehrsinfo-System, das Vodafone auf den Markt bringen wird. Anhand des Handy-Verkehrs könne man so einen Stau lokalisieren.
Preise im Sinkflug
Mit den günstigen congstar-Minutenpreisen von 19 Cent für Handygespräche könne Vodafone gut mithalten. Der durchschnittliche Preis liege bei 15 Cent für eine Minute. Auch wenn er nichts von Billigmarken hält, erwartet Joussen auch künftig Preissenkungen. Die Preise für Mobilfunk würden seit Jahren nur eine Richtung kennen: "nach unten". Dies gilt auch für Gespräche in andere Länder. Die Gebühren für Auslandsgespräche habe man mit dem Reiseversprechen in nur zwei Jahren um 40 Prozent gesenkt.

(Saskia Brintrup)

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