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Vodafone: Schönreden schlechter Zahlen zum Jahresabschluss

Vodafone schließt mit dem aktuellen Quartal auch sein Geschäftsjahr 2013/14 ab. Es ist von Kundengewinnen und anderen Zuwächsen die Rede, doch der Service-Umsatz im Gesamtjahr fiel um 6,2 Prozent.

20.05.2014, 16:31 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Mit den aktuellen Quartalszahlen schließt Vodafone auch sein Geschäftsjahr 2013/14 ab. Der Mobilfunker, der mit viel Anstrengung zum Komplettanbieter werden will, spricht in seinem Abschlussbericht von Kundengewinnen und anderen Zuwächsen. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Service-Umsatz im Gesamtjahr um 6,2 Prozent gefallen ist. Der Service-Umsatz im Mobilfunkbereich ging ebenfalls um 6,2 Prozent zurück.

43,7 Prozent der Kunden nutzen ein Smartphone

Das Unternehmen sieht allerdings einen positiven Trend. Im Vergleich zum Vorquartal hat Vodafone im Mobilfunkbereich 119.000 Vertragskunden mehr vorzuweisen. Grundlage dafür sollen Investitionen in Netz, Service sowie Kundenbindung und -gewinnung im Laufe des zweiten Halbjahrs 2013/14 gewesen sein.

Der Anteil der Smartphone-Nutzer stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,6 Prozentpunkte, die Anzahl der Tablet-Nutzer um 61,8 Prozent. 43,7 Prozent aller Vodafone-Kunden nutzen ein Smartphone, über 730.000 surfen per Tablet im Vodafone-Netz. Entsprechend stiegt der Datenumsatz um 6,7 Prozent. Der Anteil des Datenumsatzes am Mobilfunk-Service-Umsatz verbesserte sich um mehr als 4 Prozentpunkte.

Umsatzrückgang auch im Festnetzgeschäft

Mit großen Aufwand baut Vodafone gerade sein Mobilfunknetz aus. Wo dies bereits geschehen ist, surfen die Kunden doppelt so schnell im Netz wie zuvor und erleben deutlich stabilere Telefonate. LTE ist auf über 70 Prozent der deutschen Fläche nutzbar. Anfang 2016 soll der Ausbau abgeschlossen sein.

Auch im DSL-Geschäft von Vodafone sieht es nicht so gut aus. Die Zahl der DSL-Kunden sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,9 Prozent auf 2,95 Millionen, der Service-Umsatz im Festnetzbereich sogar um 6,3 Prozent. Auch hier sieht das Unternehmen bereits Licht: Der Rückgang der Kundenzahlen habe im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als halbiert werden können, der Eingang an DSL-Aufträgen sei um 123 Prozent gestiegen.

(Peter Giesecke)

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