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Vodafone schlägt zu

Britischer Mobilfunkkonzern nimmt 13,1 Milliarden US-Dollar in die Hand und kauft dafür den viertgrößten indischen Mobilfunkanbieter Hutchison Essar.

12.02.2007, 09:37 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Nach einem harten Bieterkampf hat sich der britische Vodafone-Konzern ein neues Standbein gesichert. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat der Netzbetreiber den viertgrößten indischen Anbieter Hutchison Essar gekauft und ist damit künftig auf einem der am schnellsten wachsenden Mobilfunkmärkte aktiv. Allerdings war der Einstieg alles andere als günstig.
Schulden übernommen
Insgesamt 11,1 Milliarden US-Dollar (8,5 Milliarden Euro) will Vodafone für die 67 Prozent des indischen Mobilfunkers zahlen, die derzeit noch vom Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa gehalten werden. Außerdem übernimmt Vodafone Altlasten der Inder in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar. Der indische Mobilfunkmarkt wächst derzeit nach Branchenangeben um rund sechs Millionen Kunden monatlich.
Hutchison Essar hat derzeit einen Marktanteil von etwa 16 Prozent und kommt auf über 23 Millionen Kunden. Nach Angaben des "Handelsblatt" zeigte sich insbesondere der aus Indien stammende Vodafone-Chef Arun Sarin zufrieden mit dem Kaufpreis. Vodafone könne sich die Transaktion leisten. Aktionäre müssten nicht fürchten, dass die Dividende gekürzt werde.

(Hayo Lücke)

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