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Vodafone punktet mit mobilem Internet

In Deutschland erwirtschaftet Vodafone inzwischen 24,4 Prozent des Umsatzes mit mobilen Daten- und Nachrichtendiensten. Bei der Neukundengewinnung schwächelte der Düsseldorfer Provider allerdings.

29.05.2007, 10:48 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Als letzter der vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber hat der britische Vodafone-Konzern am heutigen Dienstag seine Zahlen für das erste Quartal dieses Jahres vorgelegt. Gleichzeitig wurden die Zahlen für das Geschäftsjahr 2006/2007 vorgestellt, das in der Vodafone-Gruppe zum 31. März des Jahres endet. Demnach konnte Vodafone den Verlust des Vorjahres merklich verringern und die Kundenzahl deutlich steigern.
Konzernverlust verringert
Nach Vodafone-Angaben wurde der Umsatz von 29,35 Milliarden britischen Pfund auf 31,1 Milliarden Pfund gesteigert. Unter dem Strich blieb jedoch wie im Vorjahr ein Minus. Es fiel gegenüber dem Geschäftsjahr 2005/2006 allerdings deutlich geringer aus. Musste Vodafone vor einem Jahr noch ein Minus von 17,23 Milliarden Pfund vermelden, waren es heute "nur" 4,81 Milliarden Pfund. Das entspricht umgerechnet gut sieben Milliarden Euro.
In Deutschland erwirtschafte Vodafone im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,44 Milliarden Pfund (8,02 Milliarden Euro) nach 5,75 Milliarden Pfund 2005/2006. Trotz des Umsatzrückgangs ist das, aufgeschlüsselt auf die einzelnen Länder in denen Vodafone aktiv ist, europaweit der höchste Wert im gesamten Vodafone-Konzern. Positiv entwickelt sich auch der Anteil der mobilen Datendienste. Hierzulande wurden im ersten Quartal dieses Jahres bereits 24,4 Prozent des Umsatzes durch mobile Datendienste beziehungsweise den Versand von SMS oder MMS erwirtschaftet. Vor einem Jahr waren es nur 21,7 Prozent.
Die Kundenzahl konnte Vodafone zwischen Ende März 2006 und Ende März 2007 von 170,57 Millionen auf 206,39 Millionen steigern. Zum Stichtag telefonierten 32,3 Millionen Vodafone-Kunden mit einem Multimedia-Handy, das die Nutzung des live!-Portals erlaubt und 15,9 Millionen mit einem UMTS-Gerät. Weitere 1,4 Millionen nutzten eine mobile Datenkarte.
Geringer Neukundenzuwachs
In Deutschland stieg die Kundenzahl im Vergleich zum Vorjahr von 29,19 Millionen auf 30,82 Millionen. Allerdings kamen im ersten Quartal dieses Jahres nur 196.000 neue Kunden hinzu. Die Zahl der live!-Kunden ging leicht um 69.000 auf 6,21 Millionen zurück, 3,72 Millionen deutsche Vodafone-Kunden nutzen inzwischen ein UMTS-Handy. Weiter rückläufig ist der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde. Betrug er vor einem Jahr im Jahresschnitt noch 23,3 Euro, sind es jetzt nur noch 21,2 Euro. Das liegt nicht nur an den fallenden Minutenpreisen, sondern auch daran, dass immer mehr Kunden mit Prepaid-Karten telefonieren. Ende des ersten Quartals machten die Prepaidkunden im Deutschland-Geschäft bereits 54,4 Prozent des gesamten Kundenstamms aus.

(Hayo Lücke)

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