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Vodafone prüft Eingliederung von Arcor

Bevor die Eingliederung komme, müsse sich allerdings das DSL-Wachstum bei Arcor abschwächen, sagte der deutsche Vodafone-Chef der "FTD".

20.11.2006, 08:21 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Dem Festnetzanbieter Arcor droht einem Zeitungsbericht zufolge das Ende seiner Selbstständigkeit. Der Vodafone-Konzern prüfe, das lange Zeit ungeliebte Tochterunternehmen wieder einzugliedern, berichtete die "Finacial Times Deutschland" (Montagausgabe).
Wachstum abwarten
"Die Integration ist möglich und denkbar", sagte Vodafone-Deutschlandchef Friedrich Joussen dem Blatt. Diese würde erhebliches Sparpotenzial eröffnen, etwa bei der Netztechnik. "Der Schritt kann erfolgen, sobald sich das momentan starke Wachstum im Geschäft mit DSL-Anschlüssen abschwächt", sagte Joussen. Derzeit wachse Arcor allerdings unter eigenem Namen noch erfreulich.
Auch Vodafone vermarktet DSL
Arcor ist die zweitgrößte Telefongesellschaft mit eigener Infrastruktur in Deutschland - und viertgrößter DSL-Anbieter, heißt es in dem Bericht weiter. Das Unternehmen, einst Tochter der Deutschen Bahn, betreue knapp 1,6 Millionen DSL-Kunden. Inzwischen schaltet aber auch Vodafone selbst DSL-Anschlüsse von Arcor, vermarktet sie aber unter eigenem Namen.
Vodafone hatte Arcor als Teil des Mannesmann-Konzerns im Jahr 2000 erworben, wusste mit dem Festnetzanbieter aber lange nichts anzufangen. Zwischenzeitlich hatten sich die Beschäftigten mehrfach intensiv auf einen Börsengang oder den Verkauf an einen Finanzinvestor vorbereitet.

(Hayo Lücke)

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