Kontaktloses Bezahlen

Vodafone öffnet Bezahldienst Wallet für Kreditkarten und Paypal

Vodafone macht das kontaktlose Bezahlen per Smartphone und NFC flexibler. War bislang nur Smartpass als Bezahlverfahren im Bezahldienst Vodafone Wallet zugelassen, so können erste Kunden nun auch Kreditkarten und Paypal nutzen.

Jörg Schamberg, 14.12.2016, 00:01 Uhr (Quelle: DPA)
Vodafone Wallet© Vodafone GmbH

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) macht kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone flexibler und führt beliebige Visa-Kreditkarten oder Paypal-Konten als Zahlungsmittel bei seinem Dienst Wallet ein. Bislang hatte das Unternehmen in Kooperation mit einem Dienstleister nur das Bezahlverfahren Smartpass angeboten, für das der Kunde eine zusätzliche Prepaid-Bankkarte bekam.

Erste Vodafone-Kunden können Wallet mit Kreditkarte und Paypal nutzen

Die Möglichkeit, bestehende Zahlungsmittel zu nutzen, steht dem Unternehmen zufolge ab sofort ersten Nutzern zur Verfügung, die in den letzten Monaten kontaktlos per Vodafone Wallet gezahlt haben. Alle Laufzeitvertragskunden sollen das Angebot bis Anfang 2017 wahrnehmen können. Smartpass läuft dann Ende Januar 2017 aus.

Voraussetzungen für den Dienst sind ein von Vodafone zertifiziertes Android-Smartphone mit NFC-Chip sowie eine SIM-Karte mit einem geschützten Speicherbereich (Secure Element), in dem die Zahlungsdaten abgelegt werden. Zugelassene Geräte gibt es aber mit Ausnahme von derzeit zwei Blackberry-Modellen nicht auf dem freien Markt, sondern nur über Vodafone - aktuell immerhin 90 Modelle.

Kontaktloses Bezahlen auch ohne App und mit leerem Akku

Die zum Dienst zugehörige Wallet-App bietet nicht nur eine Transaktionsübersicht, sondern kann zudem Kundenkarten, Gutscheine oder auch Parktickets digital speichern. Das kontaktlose Bezahlen funktioniert laut Vodafone aber auch ohne geöffnete App oder eine Internetverbindung, und sogar mit leerem Akku.

Kontaktloses Bezahlen kommt in Deutschland nur langsam voran

Die Telekom (www.telekom.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) stellt dagegen ihren vergleichbaren Dienst Mywallet zum Jahresende 2016 ganz ein. Bis dahin kann die gleichnamige App noch zur Speicherung von Kundenkarten, Gutscheinen und Tickets für den Nahverkehr oder zum Parken verwendet werden, wie der Konzern mitteilte. Der Markt für kontaktloses Bezahlen habe sich insgesamt langsamer entwickelt als angenommen, nannte die Telekom einen Grund für den Ausstieg. Die Bezahlfunktion steht schon seit Anfang Juli 2016 nicht mehr zur Verfügung, nachdem das Unternehmen ihre Bezahldienstleister-Tochter Clickandbuy abgewickelt hatte.

Telefónica (www.o2.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) hat seine kontaktlosen Handy-Bezahlangebote Mpass (O2 Wallet) sowie Base Wallet im Laufe des Jahres 2016 ebenfalls eingestellt, und setzt nun in Kooperation mit einer Bank auf eine klassische Plastik-Kreditkarte mit NFC-Chip zum kontaktlosen Bezahlen. Dazu gibt es eine Banking-App, die auch live die NFC-Transaktionen auflisten kann.

Per NFC zahlen: Alternativen zu Netzbetreibern

NFC-Zahlungen mit dem Handy müssen aber nicht zwangsläufig über einen Netzbetreiber realisiert werden. Kontaktloses Zahlen mit dem Smartphone bietet etwa auch der Zahlungsdienstleister Wirecard über seine App Boon an. Voraussetzung ist hier ein NFC-fähiges Smartphones mit Android 4.4 oder höher, das von Mastercard als Ausgeber der zugehörigen Kreditkarte zugelassen wurde.

Noch ist kontaktloses Zahlen mit dem Handy eine Android-Domäne. Seit dem iPhone 6 haben zwar auch Apple-Smartphones einen NFC-Chip, der Hersteller erlaubt Entwicklern aber keinen Zugriff darauf, weil das Unternehmen mit Pay einen eigenen Bezahldienst betreibt, den es in Deutschland aber noch nicht anbietet. Auch Google könnte seinen bislang nur in den USA verfügbaren NFC-Bezahldienst Android Pay irgendwann hierzulande starten.

NFC erlaubt Datenübertragung auf Distanz von bis zu vier Zentimetern

NFC ist die Abkürzung für den Nahfunkstandard Near Field Communication. Dieser erlaubt die Datenübertragung auf einer Distanz von bis zu vier Zentimetern. Zum Bezahlen müssen Smartphones, Kredit- oder Girokarte mit NFC-Chip nur kurz ans Kassenterminal im Geschäft gehalten weden. Bei Beträgen von mehr als 25 Euro muss am Terminal zusätzlich eine PIN eingegeben werden.

Apps und QR-Codes zum mobilen Bezahlen

Neben NFC-Lösungen gibt es zum mobilen Bezahlen mit dem Smartphone auch Dienstleister, die mit einer App und oft mit QR-Codes arbeiten - etwa GO4Q, Kesh, Payback Pay oder auch Paypal. Meist wird in der jeweiligen App ein Code generiert, auf dem Display angezeigt und dann an der Kasse gescannt. Oder der Kunde muss umgekehrt aus der App heraus einen QR-Code vom Kassendisplay scannen. Das Geld ziehen die Anbieter dann in der Regel vom Bankkonto ein. Viele dieser Apps bieten auch die schnelle Überweisung von Kleinbeträgen an Freunde.

Die Akzeptanzstellen für die diversen App-Bezahllösungen im Handel sind aber relativ verstreut, während die Zahl NFC-fähiger Kassenterminals stetig zunimmt und diese inzwischen auch bei vielen Supermarkt-, Discounter-, Kaufhaus-, Tankstellen-, Sportgeschäft- oder Drogeriemarktketten flächendeckend verfügbar sind.

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