Handysoftware

Vodafone: Mit Message+ gegen WhatsApp

Gegen Dienste wie WhatsApp haben SMS und Joyn einzeln betrachtet kaum noch Chancen, Vodafone versucht es daher nun mit einer Kombination aus verschiedenen Kanälen: Message+ fasst SMS, MMS, Joyn und Instant Messages zusammen.

09.11.2013, 12:31 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Früher konnten die Mobilfunkanbieter gutes Geld mit SMS verdienen, jetzt schreiben die Handynutzer lieber über andere Dienste wie WhatsApp. Die Messenger-App steigert ihre Nutzerzahlen stetig, trotz einiger Sicherheitsbedenken - denn die Nachrichten sind abgesehen von eventuellen Kosten für den Datenverkehr gratis und die Bedienung einfach. Als SMS-Nachfolger gehandelt wurde Joyn, doch der neue Standard allein kommt gegen die App-Konkurrenz nicht an. Einen neuen Vorstoß wagt nun Vodafone: Vodafone Message+ kombiniert verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten wie SMS und Chat in einer Anwendung.

SMS, MMS, Joyn und Chat

Wie Vodafone auf der Website zur Message+ beschreibt, fügt der Messenger klassische Mobilfunk-Standards wie SMS und MMS mit umfangreichen Chat-Funktionen zusammen und ist auch kompatibel zu Joyn außerhalb des Vodafone-Netzes. Die Nutzer können nicht nur Text, sondern auch Bilder, Emoticons, Videos und Audiodateien untereinander versenden. Alle Inhalte werden in einem Nachrichtenverlauf angezeigt, unabhängig davon, auf welchem Weg sie gesendet wurden. Ob es eine SMS oder eine Instant Message wird, entscheidet die Anwendung je nach Verfügbarkeit einer Internetverbindung. Daher fallen entweder Gebühren für eine Handy Internet Flat beziehungsweise pro Megabyte oder eben die üblichen Kosten für Kurzmitteilungen an.

Ein Vorteil gegenüber WhatsApp: Für die Zustellung ist es nicht erforderlich, dass der andere ebenfalls Vodafone Message+ installiert hat. Möglich sind zudem Gruppen-Chats, das aber nur innerhalb der Message+-Gemeinde.

Die App wird derzeit ausschließlich für Android-Geräte angeboten und steht seit Freitag über Google Play zum Download für Android ab Version 2.3 bereit. Die App ist kostenlos und wird über die Mobilfunknummer eingerichtet.

(Saskia Brintrup)

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