UMTS-Abschaltung

Vodafone: Mehr Tempo für LTE dank Nutzung der 3G-Frequenzen

Nach der Abschaltung des 3G-Netzes nutzt Vodafone die ehemaligen Frequenzen nun vollständig für LTE. Das habe eine deutliche LTE-Leistungssteigerung und mehr Surftempo gebracht.

Jörg Schamberg, 25.08.2021, 13:05 Uhr
Mobilfunkmast© Kara / Fotolia.com

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im Ruhestand. Der Düsseldorfer Konzern hatte das UMTS-Netz abgeschaltet. Die Umwidmung der frei gewordenen 3G-Frequenzen für LTE sei rund sieben Wochen nach der Abschaltung nun nahezu abgeschlossen. Das LTE-Netz würde durch diesen Schritt von einer höheren Geschwindigkeit profitieren. Das teilte Vodafone am Mittwoch mit.

Vodafone misst bis zu 27 Prozent mehr Leistung im LTE-Netz

Laut Vodafone sei der Umstellungseffekt netzweit spürbar. Vielerorts sollen Kunden von einer schnelleren Surfgeschwindigkeit und mehr Stabilität profitieren. Die Leistungssteigerung bei der Internet-Geschwindigkeit liege bundesweit zwischen 15 bis 20 Prozent. Das hätten erste Messungen im Vodafone-Netz ergeben.

In Regensburg sei sogar eine um über 27 Prozent verbesserte Leistung verzeichnet worden. Das Netz in Hildesheim warte mit 26 Prozent mehr Leistung auf, für München nennt Vodafone einen Leistungssprung um 24 Prozent. In Städten wie Augsburg, Braunschweig, Erfurt, Fürth, Ingolstadt, Oldenburg oder Würzburg habe sich das Surftempo im LTE-Netz durchschnittlich um mehr als 20 Prozent verbessert. In Städten wie Hannover, Heilbronn, Frankfurt oder Berlin wurde ein Zuwachs bei der Internet-Geschwindigkeit von im Schnitt über zehn Prozent gemessen.

LTE-Netz jetzt dichter und stabiler

Vodafone kann nach der 3G-Abschaltung vollständig das ehemals für UMTS reservierte Frequenzspektrum nutzen. Dieses bot drei Blöcke von je zweimal fünf MHz im 2100er Frequenzband. Im Frühjahr 2021 gesellte sich ein weiterer Block mit zusätzlicher Bandbreite hinzu. Diesen hatte Vodafone bei der Frequenzauktion im Jahr 2019 ersteigert.

"Damit haben wir auf der mobilen Datenautobahn nun auch die letzte verbliebene UMTS-Spur zum ‚Beschleunigungsstreifen‘ umgewandelt. Und zwar in beiden Fahrtrichtungen – sowohl im Upload als auch im Download sind nun insgesamt 20 MHz für LTE verfügbar. Das LTE-Netz ist jetzt viel dichter und stabiler, die Umstellung von 3G zu LTE ist abgeschlossen. Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten und an dem ein oder anderen Netzparameter werden wir noch etwas Feintuning betreiben. Ein Netz ist schließlich niemals fertig.", erklärt Vodafone Netz-Chef Guido Weissbrich.

3G-Abschaltung lief weitgehend reibungslos

Von der 3G-Abschaltung hätten die meisten Kunden nichts bemerkt, da ihre Smartphone sich bereits zuvor im LTE- oder 5G-Netz eingebucht haben. Nach der Abschaltung habe es Rückmeldung insbesondere von Geschäftskunden gegeben. "Wir haben damit gerechnet, dass es an der ein oder anderen Stelle noch hakt. Die meisten Service-Themen konnten wir im partnerschaftlichen Austausch jedoch zügig lösen", so Weissbrich. Manches Smartphone benötigte ein Software-Update oder es fehlte eine netzseitige Freischaltung. Bei Privatkunden habe es vor allem fehlende Einstellungen am Smartphone gegeben. Die LTE-Funktion und das Telefonieren über LTE (VoLTE) sei auf den Endgeräten der Kunden nicht aktiviert gewesen.

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