News

Vodafone macht in China Schluss

Die Anteile von 3,2 Prozent an China Mobile bringen Vodafone geschätzte 4,3 Milliarden Pfund (5,2 Milliarden Euro) ein und gehen an verschiedene Banken unter Führung von Goldman Sachs, Morgan Stanley und UBS.

08.09.2010, 11:31 Uhr (Quelle: DPA)
Vodafone© Vodafone GmbH

Der britische Telekomkonzern Vodafone hat seine Anteile am Telekommunikations-Riesen China Mobile verkauft. Die Anteile von 3,2 Prozent (knapp 643 Millionen Aktien) bringen Vodafone 4,3 Milliarden Pfund (5,2 Milliarden Euro) ein und gehen an verschiedene Banken unter Führung von Goldman Sachs, Morgan Stanley und UBS, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. China Mobile und Vodafone blieben aber weiterhin etwa über die Entwicklung umweltfreundlicher Techniken verbunden.

Geld wird nur teilweise zur Entschuldung genutzt

Rund 70 Prozent des Erlöses sollen über Aktienrückkäufe den Aktionären zugutekommen. Mit dem Rest wird ein Teil der Milliardenschulden von Vodafone abbezahlt.

Der Rückzug aus dem chinesischen Markt gehört zu einem Strategiewechsel, den Vodafone seinen verärgerten Aktionären versprochen hat. Das Engagement bei ausländischen Telekomfirmen, an denen Vodafone als Minderheitsaktionär beteiligt ist, soll zurückgefahren werden. Nach Medienberichten plant Vodafone auch Verkäufe in den USA, Frankreich und Indien.

Keinen Einfluss mehr beim größten Netzbetreiber der Welt

Vodafone war im Jahr 2000 bei China Mobile eingestiegen. Die Chinesen sind nach der Kundenzahl der größte Mobilfunkanbieter der Welt.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang